Skate-X-Press Berichte


23.8.2016: Der Skate-X-Press in der Waiblinger Kreiszeitung

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Am 23. August 2016 druckte die Waiblinger Kreiszeitung die beiden Artikel über den Skate-X-Press.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 23. August 2016 (Printversion).
Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Waiblinger Kreiszeitung bzw. der Redakteurin Christiane Widmann.


01.12.2013: Waiblinger Engagementpreis 2013

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18-20.12.09: Skate-X-Press goes Stubai (Bericht von Anne)

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Nachdem ich mit sage und schreibe 27 Jahren begonnen habe, Abfahrtsski zu laufen (bis dahin gabs
immer nur Langlauftrainingscamps f?r mich) und mich ein Wochenende lang in Ischgls H?ngen austoben
durfte ging aufgrund der H?ftgeschichten diesbez?glich w?hrend der letzten 2 Jahre gar nix.

Hei?t: am vergangenen Wochenende stand ich das zweite Mal auf Abfahrtsski, zum allerersten Mal
post OP und mit eigenem Material - weil: dass ich das Skifoahrn lieb wu?t ich schon ;o)

Naja, kurz gesagt: ich musste auch an diesem WE noch viiiiel lernen! Doch dankenswerter Weise hatten
Karin und Bertram, unsere 2 Superskilehrer, dieses Wochenende einberufen, damit der Skate-Express
endlich mal auch die Bretter kennenlernt und gemeinsam austestet, die im wei?en Schnee eine ganz
andere Technik erfordern!

Unsere 9k?pfige "Reisegruppe", bestehend aus den 2 eben Erw?hnten, Dieter, Matze (der an diesem
Wochenende noch zum ?Matzi? werden sollte) Ute und Didi, Wolfgang und seiner Tochter Maren und
meiner einer, startete am Freitag in dieses Abenteuer. Und ? wie k?nnte es anders sein bei unserem
Express? Es wurde extrem! Extrem: kalt! Mehr als minus 20 Grad waren vorausgesagt und der Wettergott
sollte uns nicht bel?gen...

Alle konnten Skifoarhn. Dieter etwas zu eng, aber todsicher, Ute und Didi schon weit einer Ewigkeit,
Karin und Bertram: ohne Worte, ich sagte ja schon: Skilehrer. Und Matze, den ich fortan, einfach Matzi
nennen wird, weil ichs schon so drin hab, tobte sich auf dem Snowboard aus. Wolfgang kam am Samstag auf
der Piste dazu und zeigte seinem T?chterlein erstmal, wie Skifoahrn funktioniert.

Und ich? Naja, ich hatte das Gl?ck gepachtet. Karin, meine absolute ;o) Lieblingsskilehrerin, nahm sich
irre viel Zeit, mir die wichtigsten Dinge zu erkl?ren... das war ich gar nicht gewohnt, nachdem Timo mich
in Ischgl damals einfach direkt nach dem Motto: "Viel hilft viel" auf eine rote (naja, wohl mehr schwarze)
Piste gestellt hatte, die auch noch vereist war. Aber diesmal brauchte es keine Tr?nen zu geben,
denn meine Lieblingsskilehrerin hatte viel Geduld mit mir und jede Menge supi ?bungen parat.

Wir fingen am Murmelesh?gel an... und ja, der ist f?r Kinder. Na und? So hab ich echt schnell gelernt
(hat meine Lehrerin jedenfalls immer wieder staunend festgestellt) und traute mich bald den Ski
kontrollierend auf was Blaues. Mein Hauptproblem besteht wohl darin, dass ich seit meinem 9. Lebensjahr
"immer sch?n das Gewicht nach hinten" verlagere. Wie man das als Speedskater eben so macht.
Wenns eng wird: Hintern runter, Gewicht zur?ck auf die Fersen... und ab gehts in einem Affenzahn...
jedenfalls im Schnee. Als ich das dann endlich kapiert hatte musste ich ja quasi nur noch die seit 21
Jahren automatisierten Prozesse mal eben schnell aufheben. Juhu.

Aber ich bewies Ehrgeiz und strengte mich an, zahlreiche ?bungen halfen mir auf meinem Weg und blaue
Schienbeine hatte ich auch am ersten Abend. Also alles prima. Beim Apr?s Ski verga? ichs wieder,
der Gl?hwein und das laute Gr?len halfen dabei mit. Wir tanzten und sprangen und tranken und sangen...
was man eben nach einem langen Tag bei 24 Grad minus so braucht, um wieder gl?hendes Blut durch die
Adern flie?en zu lassen!

In unserer Pension, dem Schallerhof, ging es sehr gem?chlich und urig zu, Hausmannskost aus ?sterreich
f?llte unsere M?gen und bei allerlei lustigen Spielchen lie?en wir den ersten (und auch den zweiten)
Abend ausklingen. Jeder hatte dabei irgendetwas parat, seien es dreckige Witzeleien, spannende
Kartentricks oder auch chinesische Zahlen... aber wir verraten nix!

Am Samstag zog uns der Wettergott sogar noch ein paar Grad ab, oben waren es jetzt 26 Grad minus und
wir erkannten einander wohl nur noch an der Kleidung... weil nackte Haut f?rbte sich sehr schnell wei?
und drohte zu erfrieren. Ich aber war so mit meinem Fahrstil, meinen ?bungen und meinem Hintern (dass
der ja nicht zu weit hinten h?ngt) besch?ftigt, dass ich die K?lte eigentlich nur w?hrend der Liftfahrten
sp?rte. Ich wagte mich nun auf rote Pisten und fuhr einfach mit den anderen mit, konzentrierte mich
(was vor der Mittagspause und dem Kakao mit Schussssss besser lief als danach) und wurde irgendwie immer
besser und sicherer. Juhu! Was ne Gaudi!

Bertrams Auto sp?rte die K?lte wohl auch, denn als wir nach dem Apr?s Ski in unsere w?rmende H?tte wollten,
verabschiedete er sich einfach w?hrend der Fahrt und verreckte kru vorm Ziel. Zum Gl?ck hatten wir alles
dabei, um Starthilfe zu leisten? und schoben tatkr?ftig an! Morgens war dann Starthilfe bitte n?tig,
denn kaputte Tanks (oder was auch immer? ich als Frau hab da wenig Ahnung ;o)) werden ?ber kalte N?chte
wohl nicht wieder ganz.

Herrlichster Sonnenschein erwartete uns am letzten Tag unserer Gletscherodyssee und mit nur 22 Grad minus
war es geradezu karibisch! ... wenn da nicht dieser vermaledeite Lift gewesen w?re, der einfach stehenblieb...
sich nicht mehr r?hrte... bis er r?ckw?rts fuhr mit uns... und wieder stehenblieb... nach gef?hlten 2 Stunden
und gar nicht mehr karibisch bibberten wir schlie?lich erleichtert auf die Piste.

Nach Versuchen des Formationsfahrens, an denen sogar ich mich stolz und fehlerfrei (naja, ein bisschen
breitbeinig vielleicht, aber immerhin im Kurzschwungrhythmus) beteiligte, lie?en wir auch diesen Skitag
ausklingen und traten gl?cklich den Heimweg an.

Ja, auch heute war Bertrams Autochen zickig und bescherte uns weitere 2 Stunden des Schiebens, Wartens
(der ?sterreichische ADAC hat sonntags immer Skatabend) und Hoffens... bis wir es einfach wagten (Pause vom
Skatabend f?rs Arbeiten machen ?sis nicht) und per Landstra?e statt Passautobahn den Heimweg antraten.
Mein Fazit dieses Wochenende f?llt durchweg positiv aus: Skifoahrn is schee, die Truppe war super, rote Pisten
sind kein Problem mehr (der Murmelesh?gel brachte mich am letzten Tag nochmal zum herzlichen Lachen, weil ich
mich abschieben musste, um ?berhaupt Fahrt zu haben) und ich will jetzt unbedingt so oft wie m?glich (und sei
es nur f?r einen Tag) auf die Bretter, die "das Gewicht vorn" bedeuten!

Skate-X-Press goes Stubai ist 2010 ein MUSS!
Und: Karin, du bist spitze! (und ich ein klein wenig stolz ;o))


03-04.10.09: Wandern Kleinwalsertal (Bericht von Anne)

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?Ja, Servus! Mein Name ist Hans. Hoher Hans. Der Hans vom Hohen Ifen. Ich bin der Schutzheilige des Berges
und wie so mancher Schutzheiliger habe auch ich ?bersinnliche Kr?fte und hellseherische F?higkeiten...
und R?ckenschmerzen, weil diese Menschen den ganzen Sommer ?ber auf dem R?cken meines Berges herumtrampeln.
Nun aber ist schon Oktober, also darf ich mich wie jedes Jahr auf den ruhigen Winter freuen, wenn der weiche,
wei?e Schnee meinen Gipfel w?rmend rehabilitiert. Heute ist Samstag, der 03.Oktober, Tag der deutschen Einheit
und Feiertag ? weshalb ich heute schon sehr fr?h zahlreiche Wanderer in meine Richtung tigern sp?re.
Mit der Sonne habe ich f?r dieses Wochenende ein ?unentwegt-Schein-Abkommen? getroffen, so dass wir den
Gipfelst?rmern noch einmal in diesem Jahr einen unvergesslichen Aufstieg bescheren k?nnen.

Es kommen viele, der Parkplatz an der Kanzelwandbahn in Riezlern f?llt sich jetzt schon, aber ups ? was ist denn das?
Da kommen Autos mit WN ? Kennzeichen ? an sich nichts besonderes, aber die da denken wohl, es sei ein Spaziergang
zu meinem Gipfel!? Die steigen in Crocs aus, ?ffnen Sektflaschen und vespern erst mal ganz gem?tlich?!
Da z?hl ich 18 Menschlein aus 5 Autos, die zwar alle recht fit aussehen, sich aber ihre B?uche mit Pflaumenkuchen
voll schlagen und Alkoholisches hinterher kippen. Na, denen werd ichs zeigen. Ein Hund ist auch dabei, der scheint
es kaum erwarten zu k?nnen.

Da wandern sie los, es ist schon nach 10Uhr, einige haben St?cke dabei, das ist sicher ne gute Wahl.
Schon nach 10 Minuten meines Weges ziehen sich viele aus, die Sonne tut wie ihr gehei?en und der Sekt scheint
auch Wirkung zu zeigen. Auf die Gottes?cker haben es die 18 Gef?hrten des Hundes abgesehen, singend, lachend
und schwatzend stiefeln sie den steilen Waldweg hinauf, um sich bei der allerersten H?tte niederzulassen, die
sich ihnen bietet. Der eine, der ohnehin v?llig unterfordert scheint und st?ndig mit dem Hund vorneweg springt,
zieht sich erstmal komplett um, manche Dame pflastert jetzt schon ihre F??e und es wird ? schon wieder ? gegessen.

Danach geht es steiniger weiter, die Horde zieht sich etwas auseinander ? zu 18. sind die Wege zu meinem Gipfel auch
nicht so einfach zu bezwingen. Gut, dass sie das hier schon zu sp?ren kriegen.
Sie schnaufen zwar, machen aber munter Fotos, lachen und schwatzen unentwegt weiter und scheinen doch nicht so leicht
zu ersch?ttern zu sein. Schlie?lich erreichen sie die Gottes?cker, alle staunen beeindruckt und ich bin vers?hnt.
Diese Gef?hrten wissen doch, was gut ist!

Ja, meine Gottes?cker sind wahrhaft beeindruckend, diese endlose Steinw?ste mit ihren Klippen und klaffenden Rissen
und L?chern, eine phantastische Kulisse ist das! F?r Vierbeiner ist es nicht immer einfach, die meisten Besitzer
m?ssen ihre Tiere hier tragen, doch dieser schwarze Zottel ist wirklich umsichtig, er passt gut auf, dass er in keine
Spalte rutscht. Oh ? jetzt aber wird es brenzlig f?r ihn, er ist am einzigen Absatz mit der Stahltreppe angekommen,
die er ?berwinden muss. Aber siehe da - die Wanderer sind aufmerksam und hilfsbereit - sie nehmen den Hund auf ihre
Arme und reichen ihn einander in die sch?tzenden H?nde, bis sie es geschafft haben. Hm, wenn sie so weitermachen
schaffen sie?s wahrscheinlich wirklich, alle gemeinsam ihr Ziel der Schwarzwasserh?tte zu erreichen. Da m?ssen sie
hinwollen, denn bei dem Gep?ck, das die tragen, ist sicher eine ?bernachtung geplant und alle anderen H?tten k?nnen
selbst diese Helden nicht an einem Tag erreichen (zumindest nicht, wenn sie erst gegen 10Uhr beginnen).

Ich glaube ja, dass so manchem die Beine schon schmerzen, aber kaum einer l?sst sichs anmerken, die scheinen
Schmerz und Herausforderung gew?hnt zu sein. Nun endlich erreicht die Gruppe, die ich l?ngst ins Herz geschlossen habe,
die Bergadler-H?tte. Beim Absetzen der schweren Rucks?cke kann ich so manches Seufzen vernehmen, es sind eben doch
nur Menschen und ich bin beruhigt, dass auch diese 18 Gef?hrten meine Tour nicht ganz so einfach wegstecken.
Nachdem sie sich ausgiebig den Bauch gef?llt haben und die Beine und F??e etwas ausgeruht sind setzen sie sich
wieder in Bewegung und streben unaufhaltsam auf meinen Gipfel zu. Doch noch haben sie den beschwerlichen,
rutschigen, von Gestein ges?umten Weg vor sich.
Sie motivieren sich gegenseitig mit aufmunternden Worten, lachen immer noch und scheinen sich auch unaufh?rlich
etwas zu erz?hlen zu haben. Auch ?ber die schwierigen Wegst?cke helfen sie einander - ich sp?re ein paar sehr erfahrene
Bergl?ufer unter ihnen, die den anderen wertvolle Tipps geben. Als sie meinen gr?nen Bergr?cken erreichen ist so mancher
erleichtert und stolz, doch auch von hier liegt noch gut eine halbe Stunde vor ihnen, bis sie mein Gipfelkreuz ber?hren k?nnen.

Eine einzige bleibt m?de an der Weggabelung sitzen, die ist schlau ? und sie ahnt wohl, was sie auf dem Weg zur
w?rmenden H?tte heute noch erwartet. Die anderen 17 und der tapfere Hund erklimmen meinen Gipfel, eine knutscht
?berm?tig das Bergkreuz, ein anderer l?sst sich ersch?pft ins Gras sinken und so mancher packt sofort die Kamera aus
und fotografiert die sensationelle Aussicht. Ja, es ist schon toll auf meinem Berg hier oben. Selbst ich vermag nicht
alle Aspekte dieses Panoramas ann?hernd so zu beschreiben, wie sie auf die Menschen wohl wirken m?gen. Wen?s interessiert,
der muss wohl auch auf mir herumtrampeln und wird durch ein unvergessliches Erlebnis belohnt werden!
Nun steigen auch noch 2 auf meinem Kreuz herum ? hey ? davon werden meine Schmerzen sicher nicht besser! Oh mann,
das f?llt auch nicht vielen ein! Irgendwie ist diese Truppe ja schon etwas komisch, aus den riesigen R?cks?cken holen
sie eine Flasche Wein nach der anderen hervor, begie?en ihren Erfolg, liegen sich in den Armen und machen schlie?lich
noch so eigenartige Fotos in einer Reihe stehend vor meinem Gipfelkreuz? hmm, ich werd nicht schlau aus denen.
Eine Weile relaxen sie in der Sonne, doch nun scheinen sie kapiert zu haben, dass es noch ein St?ck Weg ist bis zur H?tte.
Sie schultern ihre S?cke und treten frohen Mutes den Abstieg an. Ha, nun st?hnen doch fast alle ob der Steile des Abhanges,
der die Oberschenkel brennen l?sst. Wer St?cke hat, kann sich hier helfen, doch auch die werden nachher st?ren,
wenn es ans Klettern geht. Manch einer der 18 Helden scheint Respekt zu haben vor diesem Abstieg ? gerade wenn es
steiler wird oder auch mal rutschig zittern einige Knie, doch die k?mpfen sich tapfer weiter und geben nicht auf!

Ich mein, aufgeben w?r auch ne doofe Idee, denn hier oben campieren zu wollen w?r nicht wirklich klug.
Tapfer und mutig setzen sie alle ihren Weg fort, machen so manche Verschnaufpause und scheinen einander sehr zu m?gen,
denn immer dann, wenn einer auch nur denkt, er k?nnte es nicht schaffen, ist sogleich ein anderer an seiner Seite,
ihm zu helfen und unterst?tzend Beistand zu leisten. Ne spitzen Gruppe ist das! Die schaffen es heut noch zur
Schwarzwasserh?tte, vielleicht sogar noch bis 19Uhr ? zu w?nschen w?rs ihnen ja, denn dann kriegen sie sogar noch
etwas Warmes zu futtern!?

?Ja, Servus, Gruezi und Hallo! Mein Name ist Sepp, Sepp Schwarzwasser. Ich bin der Schutzpatron der Schwarzwasserh?tte
im Kleinwalsertal und ich sp?re einen Ansturm auf die W?rme meiner H?tte. Ok... ich sp?re vielleicht nicht ganz so viel
wie andere Schutzheilige, aber ich stehe in gutem Kontakt mit dem hohen Hans und der hat mich schon vorgewarnt.
Oh ? da kommt schon einer ? einer mit nem Hund, ich glaube das ist der erste dieser von Hans hoch gelobten Gruppe Verr?ckter.
Der rennt sogar mit dem Zotteltier um die Wette, trotz seines schweren Gep?cks... hm, ich glaub die sind echt verr?ckt.
Nach und nach trotten sie alle ein, alle 18, wie Hans gesagt hat. M?de sehen sie aus, doch sie lachen und scheinen
einfach froh, meine H?tte erreicht zu haben.

Nachdem sie ihr Quartier bezogen haben, str?men sie in meine Gaststube und bestellen einige Ma? Getr?nke und warmes Essen,
bevor sie im warmen Zimmerlein eng an 3 Tischen zusammenr?cken und sich die B?uche voll schlagen.
Einen tollen Tag hatten die, sie fassen alle Eindr?cke zusammen, tauschen sich aus, pflegen ihre geschundenen Glieder
und loben mein Essen! Ihr Lieblingsgetr?nk scheint mitgebrachte Cola light oder so ein Bio-Getr?nk zu sein,
das ist komisch... sie verziehen immer s?mtliche Gesichtmuskeln, wenn sie auch nur einen kleinen Schluck aus der Flasche
getrunken haben ? scheinen nix gewohnt!

Schon gegen 20Uhr werden sie seeehr m?de, zwei ziehen sich schon jetzt ohne viele Worte in die Kojen zur?ck.
Die anderen spielen noch so ein eigenartiges Klatsche-Spiel, meinem Tisch tut das etwas weh, aber die Wanderer lachen
und jauchzen und schreien wild umher, so dass es mir recht sein soll. ?ber die Dusche in meiner H?tte sind sie ganz
gl?cklich, auch wenn die, die duschen immer nur einmal f?r 2 Minuten hei?es Wasser 1? spenden, so habe ich doch
wenigstens ein bisschen Geld verdient. Da sind die, die aus Bayern kommen meist etwas spendabler, aber der Hans
sagte schon, dass die Verr?ckten Schwaben sind und sogar ich wei?, dass die jeden ? dreimal wenden, bevor sie ihn
in meinen Duschautomaten stecken!
Jetzt ist es noch nicht mal 22.30Uhr und der Tisch ist schon leer. Oben im Schlaflager geht das Gegrunze
los - und die Zeit, in der ich immer besonders froh bin, dass ich als Schutzpatron nicht aufs Schlafen angewiesen bin.
Ich mach mich mal auf und fliege ?ber mein stilles Tal, genie?e die saubere Nachtluft und die Ruhe zwischen den hohen Bergen!
Wunderbar!

Oh je ? noch nicht mal 7Uhr und schon trampeln die da oben umher! Beschuldigen einander gegenseitig, dass sie
geschnarcht h?tten und streiten sich, wer der lauteste war ? s wird Zeit, dass die gehen!
Nach einigen Kaffee und mit gest?rkten Knochen streben sie nach drau?en, st?hnend ?ber die Schmerzen, die der Vortag
mit sich gebracht hat! Sie gehen nach links, auf den steilen Aufstieg zu, trotz ihrer dicken Rucks?cke ? und mit dem Hund?!
Kann der fliegen? K?nnen die fliegen? Kann das sein? K?nnen Menschen fliegen? Hans??? Wei?t du da was?
Vom Walmendinger Horn haben die geredet ? etwa ?ber die Klamm? Alle??
?Ach, Sepp, jetzt mach doch mal langsam? dass du auch immer gleich ?bertreiben musst? die wollen bestimmt nur hoch
auf den Gipfel und dann hinten wieder absteigen ? mit dem Zotteltier und dem schweren Gep?ck planen sie ganz
bestimmt nicht den H?henweg r?ber zum Horn! ... aber ich wird das mal beobachten.

Sie scheinen gut geschlafen zu haben und wirken heute ganz ausgeruht, der kleine Muskelbepackte rennt mit
dem Hund mal wieder vorneweg, aber auch die anderen stiefeln tapfer die 300 H?henmeter zum Kreuz hinauf.
Einer hat oben sogar immer noch eine Flasche Sekt zu bieten, die er wohl 2 Tage mit sich herumgeschleppt hat,
denn Sekt gibt?s beim Sepp in der H?tte nicht in Flaschen ? hmm, ausgelastet scheint die Truppe doch noch nicht zu sein!?
Wieder knutscht die eine das Kreuz, die scheint da nen Tick zu haben? und wieder fotografieren sie sich wie wild.
So, nun ist die Flasche leer und sie werden sicher den Weg ins andere Tal antreten? Moment ? hey, stopp ? wohin
wollt ihr denn? Ihr k?nnt doch nicht wirklich? nein, geht nach rechts - jetzt ? nein!!? Oh, Sepp ? die gehen
tats?chlich auf dem H?henweg weiter ? hast du ihnen denn nichts gefl?stert??

?Wie soll ich das denn machen? Was du immer denkst ? ich kann viel, aber so viel nun auch wieder nicht!
Bist du denn echt sicher, dass die nicht fliegen k?nnen oder wenigstens verdammt hoch hopsen??
?Ja, ich wei?, dass Menschen so was nicht k?nnen ? und Hunde auch nicht? und ich glaub, so verr?ckt, dass sie glauben,
den H?henweg schaffen zu k?nnen, kann nicht mal diese Truppe sein!?
?Ach Hans, pa? blo? auf auf sie, ja? Liebenswert waren sie n?mlich schon, und es w?re ganz schade, wenn ihnen aus
Unvernunft nun noch etwas passieren w?rde!?
?Ja, Sepp, keine Angst ? ich halte meine sch?tzende Hand ?ber sie ? auch heute! Bis jetzt schlagen sie sich auch ganz gut,
sogar die, die gestern so zittrig waren k?mpfen sich mutig ?ber die Kletterpassagen, der Hund achtet auf jeden Schritt
und ist auch noch echt gut dabei! Oh, warte? nun sind sie an der Engstelle, der Hund? oh je ? haltet ihn fest!
Puh?er h?rt aufs Wort und geht zur?ck. Alles klar. Sie hat ihn. Von hinten geben sie die Leine vor,
sein Frauchen schaut weg, sie kann es nicht sehen. Ist auch echt gef?hrlich! Der Schnelle nimmt ihn an der Leine,
klettert aber weiter? ups, abgerutscht, der Hund baumelt? aber er hat ihn fest im Griff und zieht ihn
das Zotteltier wieder hoch. Die anderen sehen gebannt zu, zittern nicht schlecht und beschlie?en nun,
dass der Weg doch zu beschwerlich f?r sie alle ist. Ok, Sepp, sie drehen um.?
?Guuut, Hans, das freut mich zu h?ren. Dann hab ich sie wohl bald wieder wohlbehalten hier bei mir.?
?Kann sein - mal sehen, was sie nun tun, erst einmal m?ssen sie ?ber die Kletterstellen wieder hoch zum Gipfel
und dann die 300 H?henmeter nach unten zur?ck zur H?tte schaffen. ...Hmm, das haben sie gut gemacht, die Erfahrenen
haben wertvolle Hilfe geleistet und so sind alle 18 mit dem Hund, der sicher auch ganz froh ist, dass sie umgekehrt
sind, wieder oben am Kreuz angekommen. Was ist denn das jetzt? Schon wieder Wein? Wer hat denn da
nach diesen Wanderwegen immer noch so eine schwere Flasche im Gep?ck? Naja, auf den Schreck trinken einige
sicher gern etwas Bet?ubendes! Nun steigen sie ab ? Hans? sie kommen!?

?Ich seh sie, ich lass schon mal ein paar Portionen Kaiserschmarrn vorbereiten! Da sitzen sie zusammen in der
Sonne auf der Terrasse und genie?en meine K?stlichkeiten ? das haben sie sich auch verdient. Die Vorr?te aus
den Rucks?cken vertilgen sie nun auch noch, ich kann nicht mal mehr eine Flasche Wein ersp?hen ? ich glaube,
ein weiter Gipfel ist wohl nicht geplant. Sie schn?ren ihre Stiefel und machen sich auf den
Weg abw?rts ? diesmal nehmen sie den einfachen. Servus, ihr tapferen Helden, s war sch?n mit euch!?
?Jetzt werden sie noch gut 2 Stunden gen Tal pilgern, dann sind sie sicher ganz erleichtert, die verschwitzten
Kleider ausziehen zu k?nnen (da werd ich noch mal vorbeischauen, denn den Anblick lass auch ich mir nicht
entgehen!) und vielleicht g?nnen sie sich dann alle zusammen noch Kaffee und Kuchen in der Sonne ? so gut
wie die sich verstehen machen sie das bestimmt!?

?Ach, Hans, nun ist das erste Oktoberwochenende auch schon wieder vorbei, in einer Woche schlie? ich meine
H?tte zu und bereite mich f?r die Skisaison vor? dann erst gibt?s wieder Trubel in meinen Betten!?
?Bei mir ist der Trubel f?r dieses Jahr fast vorbei, Sepp, es werden sicher noch ein paar Wanderer mein
Gipfelkreuz erklimmen und meinen R?cken qu?len, aber diese 18 Gef?hrten des Hundes werd ich nicht so schnell
vergessen! Die waren so lustig und tapfer, haben sie so sehr gegenseitig unterst?tzt und hatten sich trotz
allen Schwei?es und der Zeit, die sie miteinander verbrachten, immer noch und immer wieder Geschichten
zu erz?hlen! Mit denen h?tte sicher jeder Schutzheilige seinen Spa?! Bald schon kann aber auch ich unter
der warmen Schneedecke ausruhen und nur ?ber ein paar verirrten Skifahrern werde ich meine sch?tzenden H?nde
im Winter ausbreiten!

Berg heil, ihr Verr?ckten!?


06.06: Gib Deinen Sinnen freien Lauf - Ein Bericht von G?nther

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Mittelrheinmarathon geh?rt auch nass zu den sch?nsten Rennen

Zugegeben: Die Stimmung im Fuhrpark (2 x Bus + ein PKW) verfinsterte sich wie die Wolken je weiter n?rdlich wir kamen.
Dass es bei der Startnummernvergabe sch?ttet, waren wir ja vom letzten Jahr gewohnt. Einzig die Hoffnung, dass es
rechtzeitig aufh?rt und sogar abtrocknet, wollte nicht so recht keimen. Dabei a?en alle ihren Teller auf.
Es ist ?brigens gar nicht so einfach, in Koblenz ein Lokal zu finden, das 20 Portionen Spagetti verkaufen will.
Unsere Hartn?ckigkeit bei der regenhaften Suche wurde dann doch belohnt. Mit etwas Geduld und daf?r ohne Parmesan
entpuppte sich die Vorspeise als richtig s?tigend.

So konnte es nach einer kurzen Umkleidepause in den Koblenzer Seitenstra?e dann mit den Skates unterm Arm unter Regen
und ungl?ubigen Blicken der Koblenzer Bev?lkerung gen Bahnhof losgehen. Hat der Zug dann sein richtiges Gleis gefunden,
ging das erste Rennen um die Sitzpl?tze auch schon los. Dank Teamwork hat's f?r die meisten geklappt. So mancher
L?uferzug kam scheint's zu sp?t zum Startschuss.

In Oberwesel war das Wetter dann auch besser; naja, es hat zumindest nicht mehr geregnet. Der Boden blieb hartn?ckig
nass. Das Fahrtempo war trotzdem erstaunlich hoch. Die Burgen links und rechts des Rheins lagen meist im Nebel.
In den St?dtchen fanden sich gen?gend Zuschauer, die uns anfeuerten, und Helfer, die Wasser reichten. Es soll sogar
Riegel und Obst gegeben haben. Die Z?ge wurden recht lang - bis zu den gef?rchteten Pflastersteinen bei km 32.
Hier sprengte alles auseinander.
Danach den kurzen Berg hoch und ab zum Schluss-Spurt (?hem: Darf ich das ?berhaupt schreiben?).
Eher gem??igt ging es voll nach Koblenz. Ein Zweier-Team st?rzte 500 Meter vor der Ziellinie, weshalb ich es nicht
mehr ?bertreiben wollte. Hauptsache ankommen - auch wenn die Zeiten vom letzten Jahr meist nicht erreicht wurden.
Trost: Auch die Profis fuhren 5 Minuten langsamer.

Geschafft, durstig und zwecks dem wirklich beschissenen Belag am Deutschen Eck barfu?ig, k?mpfte man sich an den
Freibierstand, wo man dann nach und nach die SXP'ler wieder traf. Ersch?pft aber gl?cklich suchten wir in kleinen
Gr?pchen den k?rzesten Weg zu den Bussen. Wieder gabe es ein fr?hliches Umziehen. Dank dem Schwarzwaldbus wurde dies
mit einem kleinen Umtrunk belohnt. Schnell fuhren wir los mit Ziel Autobahnklo. Dort gab es dann noch interessante Musi
aus dem Handy. Dann wurde es ruhig im Bus. Dank Timo, fit wie immer, wurden wir sicher und schnell wieder nach Waiblingen
gefahren.


30.05-01.06: Fl?ming Skate - Ein Bericht von Sandra

Flaemingos_2009.pdf


30.05-01.06: Fl?ming Skate - Ein sehr subjektiver Bericht von Anne

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Am Pfingstwochenende waren wir - wie schon im vergangenen Jahr - in der Metropole der Fl?mingregion in Brandenburg.
Nicht etwa zum Sightseeing, nein, auch nicht zum Shopping, Gott bewahre, nein, wir waren - wie k?nnte es anders sein -
dort zum sporteln. Das Skatehotel in Petkus sollte uns ein weiteres Mal eine famili?r-gem?tlich-alles erduldende
(sogar tropfnasse Skater in ihrer Gastst?tte) Herberge sein.

Die Wetterprognosen schienen nicht rosig, vielmehr sollte es mit bis zu 85% Wahrscheinlichkeit kleine Skater und
Skaterinnen regnen. Der Wettergott aber - von mir vielfach angebetet - meinte es tats?chlich einmal gut mit uns und
so wurden wir am ersten Tag nur auf den letzten Metern nass - daf?r dann aber richtig! ;o) Die ersten 94,6 km hatten
wir geschafft, die Fl?mingrunde bot uns wieder traumhafte Landschaftsz?ge, aalglatte Wege und nette Begegnungen.
Mein H?ftchen spielte dank der Reha diesmal viel besser mit als noch im letzten Jahr, erst ab km 75 meldete sich mein
Hinterteil dann aber doch und verlangte laut und deutlich nach einem butterweichen Sofa.

Abends sa?en wir leider nicht - wie 2008 - am gem?tlichen Lagerfeuer, denn so lieb hatte uns besagter Wettergott dann
auch wieder nicht... aber die lieben Gastleute lie?en uns mitgebrachte Weine, Sekte und diverse andere Spirituosen in
ihren Hallen genie?en. Holli begl?ckte mich sogleich freiwillig unfreiwillig mit einer Sektdusche, so dass meine sch?ne
neue Frisur ihre Feuertaufe ?berstehen musste.

Am n?chsten Morgen krochen wir eher geweckt als aufgewacht aus unseren Kojen. Das leckere Fr?hst?ck und die drei Kaffees,
die dank des Wettergotts, der erst zu annehmbar sp?ter Stunde die Wege abtrocknen lie?, alle Gem?ter erweckten, lie?en uns
gut ger?stet auf die zweite gro?e Runde gehen. Robby, Nina und Franky waren aus Berlin angereist, um unsere
Nichtchillergruppe tatkr?ftig zu unterst?tzen... s Timole freute sich riesig, ein paar schnelle Mitspieler zu bekommen
und wir schossen los. Meine eine setzte sich immer dann gechillt nach hinten ab, wenn das Tempo gem?tliche 32km/h ?berstieg.
("irgendwann kommt schon wieder ein Dorf mit 30-Zone, da hol ich sie dann wieder ein...") Von der urspr?nglichen Planung,
die ganze Runde ohne Einkehren durchzuziehen wichen wir zugunsten eines superoberleckeren Erdbeerkuchens mit Vanilleeis
(Verbeugsmiley) nur kurzfristig ab.

Nach getaner Arbeit sollte uns heute die Sonne sogar f?r Spargel und Eis im Freien gen?gen, wenn auch das allabendliche
Gewitter zu sp?terer Stunde nicht fehlte. Abends wurden wir sogar noch einmal aktiv, spielten Tischtennis und Kicker oder
probierten unser gleichgewichtstrainiertes K?nnen auf der Slackline.

Tag drei schlie?lich hielt nur noch eine kleinere Runde von 56km f?r uns bereit, da der Heimweg ja doch ein paar St?ndlein
in Anspruch nehmen wollte. Ein laaaaanggezogener fieser kleiner H?gel raubte uns jedoch auch auf der reduzierten Version
einige Kr?fte, so dass wir nach erneutem Spargelgenuss mit Milchkaffee recht zufrieden ins Autole einsteigen und uns gen
Remstal auf den Weg machen konnten.

Pfingstfl?mingskate geht einmal mehr als genussreicher Erfolg in die Jahrb?cher ein und wir hoffen auf eine Neuauflage mit
etwas weniger "Sichwarmbekleidungszwang" im n?chsten Jahr!


11-12.10.2008: Skater auf Abwegen

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Der Berlin-Marathon Ende September ist ein genialer Saisonabschluss einer jeden Skatesaison... so auch f?r
uns Skate-X-Pressler in diesem Jahr.

Kaum hatten wir die 4 Rollen in alle Ecken verfrachtet und die Regenerationszeit angeblasen begannen unsere
Muskeln zu zucken und unsere Sch?del zu rauchen ? das Fernweh wuchs ins Unermessliche und das Aktionspotential
der Sportlerherzen ?berschlug sich schier. So beschlossen wir kaum 2 Wochen nach der feucht-fr?hlichen Berlin-Odyssee,
auf ein Neues unsere Taschen zu packen, die Schuhe zu schn?ren (wobei wir die Rollen in besagten Ecken
verbleiben lie?en) und uns auf den (Ab-)Weg nach ?sterreich zu machen. Freilich, wir w?ren auch gern zum
Extrem-Mountainbiking in den Schwarzwald gefahren oder zum Windsurfen auf Hawaii, auch Trailrunning auf Sardinien
h?tte alle sehr gereizt, doch das liebe Alter und alle Nebenwirkungen, die dieses so mit sich bringt versagte uns
solch gewagte Aktionen und so begaben wir uns altersgerecht zum gem?tlichen WANDERN. Daf?r sollten unsere geschundenen
Knie, die kaputten Waden und geprellten Gelenke, die geplagten R?cken und diverse Herz- und H?ftsch?den gerade noch
"tragbar" sein. Wer konnte im Vorfeld schon ahnen..
.. dass Bertram, Joachim, Petra und Timo nicht nur von all den eben erw?hnten Sch?den verschont, sondern noch dazu
solch vermaledeiten Wettkampftypen sind, die nicht mal den ach so gem?tlichen, Ruhe und Erholung versprechenden
Rentnersport Wandern mal locker, leicht und langsam angehen k?nnen???!!!

So, Schnitt. Ich hoffe, mit diesen dramatisch-ironischen Eingangsworten nun auch den letzten Wandermuffel f?r diesen
Bericht gewonnen und den Boden f?r ein paar Minuten sensationellen Leseabenteuers geebnet zu haben.

Als erste im sonnigen Lechtal angekommen konnte unsere Autobesatzung (Timo, Tobi, Holger und meine eine) es nicht
erwarten und so besorgten wir uns im Hotel zur Post der Metropole Bach schnell den "Bergpass", damit wir den
steinigen, holprigen, von knackigen ?sterreichischen und diversen muslimischen Wald- und Holzarbeitern ?bers?ten,
durchaus abenteuerlichen Aufstieg zu unserer H?tte im Bergdorf Madau antreten konnten. Dieser erste Aufstieg erfolgte
noch gem?tlich mit lustiger Musik versch?nert im warmen Auto, denn der Skate-X-Press hatte sich zugunsten der
zahlreichen Versehrten (ich m?chte an dieser Stelle betonen, dass absolut kein signifikanter Zusammenhang zwischen
den Merkmalen "versehrt" und "Alter" nachzuweisen war) in Sachen ?bernachtungsm?glichkeit f?r eine H?tte auf 1.300m
H?he entschieden. So konnten wir unsere Beauty Cases und das kurze Schwarze f?r den Apr?s Wand?rn gem?tlich im weichen
Bett liegen lassen, w?hrend wir in schwindelnden H?hen unbeschwert zu toben beabsichtigten. Nach einem ern?chternden
Schw?tzchen mit dem einzig aufzufindenden Menschen im idyllischen Madau, dem Wirt unseres Hauses Hermine lie?en wir
uns eine geschlagene Stunde die Sonne auf den Bauch scheinen, bis der Rest des Skate-X-Press rund um den scheinbar
leicht versp?tet eingetroffenen ?hi Gerhard um die Ecke bog. Unser urspr?nglicher Plan, die "Nachz?gler" im Tal
?ber unseren Aufenthaltsort zu benachrichtigen, scheiterte kl?glich an der unendlichen Idylle der uns umgebenden
Landschaft. Und Held Tobi weigerte sich aus bis heute unerfindlichen Gr?nden strikt, per pedes die nette ger?umige
Stra?e auf der Suche nach Handyempfang nochmals abzulaufen... Das Schicksal jedoch meinte es gut mit uns allen und
so kam es doch noch zu einem Happy Beginning kurz bevor die Sonne den Zenit erreichen konnte.

Oh je: eine Seite geschrieben und noch keinen einzigen Schritt gewandert... nehmt euch Zeit, liebe Leser, nehmt euch ZEIT!

Bereits beim Sonnenbaden war uns ein uns sensationell erscheinender Berggipfel in weiter Ferne durch seine bestechende
?hnlichkeit mit TOBLERONE aufgefallen. Die erfahrenen Bergf?hrer Bertram und Joachim (wobei die Reihenfolge der Namen
keineswegs zwischen Leistungsmerkmalen differenzieren soll, vielmehr habe ich mich f?r die simple alphabetische Anordnung
entschieden) hatten tats?chlich als Einsteigerziel des zeitlich weit vorangeschrittenen ersten Tages diesen wundervollen
Gipfel namens Seekogel f?r uns auserkoren. (Dies wissend erschien er uns gleich weniger sensationell und vor allem weitaus
weiter vom warmen, gem?tlichen Haus Hermine entfernt.)
Doch die 15 Gef?hrten des Hundes konnte nichts erschrecken und so machten wir uns todesmutig und mit Wein und Kuchen
bewaffnet auf den langen, beschwerlichen Weg... der bereits nach knapp 3 Minuten in einer Sackgasse im Sumpf enden sollte.
Der unersch?tterlichen Sp?rnase Ronjas folgend, die nicht nur zu Beginn dieses Tages die Herde zusammenhielt, erreichten
wir doch noch den zuerst 3km seicht bergan f?hrenden befahrbaren Weg zum Ausgangspunkt unseres Aufstiegs.
Da ich bereits die Versehrtenproblematik hinreichend beschrieben hatte wird es nun nicht ?berraschen, dass wir bereits
hier unseren ersten Verlust zu beklagen hatten. Held Tobi musste dem Verstand Tribut zollen und seinem Herzen die
versprochene Ruhe g?nnen. Unter Tr?nen verabschiedeten wir uns von unserem Freund, der gem?tlich den Heimweg nach Madau
antreten musste. Die verbleibenden 14 Tapferen erwartete nach gef?hrlicher Gletscherfluss?berquerung ein tats?chlich
herzzerrei?ender Aufstieg auf glitschigem, mal steinig, mal h?lzernem, auch matschigem Untergrund. Nach anf?nglich lockeren
Scherzen ?ber die pumpenden Lungenfl?gel wurde ab und zu unauff?llig das Tempo gedrosselt, wobei sich die starken
Ritter Timo, Bertram, Joa und das taffe Burgfr?ulein Susi lobenswerterweise ideal dem Allgemeintempo der Truppe anzupassen
wussten. In allen K?pfen mag in Anbetracht der fortgeschrittenen Tageszeit nur eine einzige Frage pulsiert haben:
"Wie um Himmels Willen soll ich DIESEN WEG wieder heil hinunter kommen???", denn wir waren davon ?berzeugt, die
urspr?nglich geplante 8-Stunden-Runde keinesfalls vor der Gefahren bergenden Dunkelheit beenden zu k?nnen.
Nachdem Ronja den Kilometerpreis sp?testens mit der wilden Hetzjagd nach einem Gei?bock locker f?r sich entschieden
hatte, wir den wohl berauschendsten Wasserfall bestaunt hatten und unsere Lungen so laut pfiffen, dass noch Tobi im Tal
sicher genau wusste, wo wir uns gerade befanden, entschieden wir uns am wundervollen Bergbach zur ersten Verschnauf- und
Atempause. Oberfan Heide hatte Schokokuchen zu bieten, Petra punktete mit kleinen Tomaten und alle waren selig, dass sich
die Oberschenkelmuskeln langsam wieder auf normale K?rpertemperatur einpegelten.
Die ersten Blasenpflaster fanden Verwendung, s B?rbele fand bewundernde Worte f?r ihre neuen Wanderstiefel und Karin fand
heraus, dass ihre geschundene Schulter zwar laut pulsierte, einem Wanderabenteuer gl?cklicherweise aber nicht im Wege stand.
Vorbei, ach was sage ich: inmitten einer wundervollen Kulisse aus schneebedeckten Gipfeln, schwindelnden H?hen, moosbewachsenen
H?ngen, gr?nen Wiesen, steinigen Felsplatten und alle Qualen vergessen lassenden Eindr?cken dieses sonnigen Tages erreichten wir
schlie?lich doch noch den Fu? des Berggipfels, wo unsere Gemeinschaft auf eine harte Probe gestellt werden sollte.

Eins war klar: die Fitten steigen auf. Noch eins schien entschieden: die Klugen bleiben hier, legen sich in die Sonne und
warten auf die R?ckkehr der Fitten. Was aber war mit den Unvern?nftigen?
... auch das wird nun kaum ?berraschen: die durchaus als gehandycapt zu bezeichnenden Gesellen Karin, J?rgen und Anne stiegen
auch auf. Und wir sollten belohnt werden. Bereits beim kr?ftezehrenden, tapferen Aufw?rtsmarsch konnten wir unsere Herzen
an der Aussicht der Memminger H?tte und des hellgr?nblau in der Sonne schimmernden Bergsees erw?rmen, doch als wir unter
Schnaufen und Strapazen den Gipfel erklommen, erwartete uns ein gro?artiges Panorama. Ich verliere mich nun nicht in
erfolglosen Versuchen, dieses hinreichend zu beschreiben... nur so viel: Ich umarmte und k?sste das Bergkreuz, konnte
die Tr?nen der Freude, der Erleichterung, des Stolzes und der ?berw?ltigung nicht bezwingen und war froh, als ich endlich
einen Schluck aus der von Bertram in grandioser Leichtigkeit mitgebrachten Weinflasche nehmen durfte.
Auch froh waren alle, die einst den vorhin erw?hnten Gedanken gehegt hatten, als unsere Bergf?hrer konstatierten, wir
k?nnten die veranschlagte Runde doch erfolgreich zu Ende bringen. Die Klugen hatten sich erholt, die Fitten hatten ohnehin
kein Problem und die Unvern?nftigen konnten sich nun keine Bl??e mehr geben und so marschierten wir alle frohen Mutes
weiter in unserer idyllischen, absolut begeisternden Landschaft. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit sollte unsere 14k?pfige
Spitzengruppe den Gletscherfluss erreichen und vor Freude strahlen. Der uns bekannte 3km-R?ckweg war ein Katzensprung in
Anbetracht der H?tten-, Futter-, Sauf- und Duscherwartung, die uns nun leitete.
Ronja war wohl die einzige, die absolut nicht tot zu kriegen war, uns alle mit ihrer Kraft und Unersch?tterlichkeit
beeindruckte und noch immer voraus lief, um die Lage zu erkunden und f?r ihre Menschenhorde abzusichern.
Da dieses 2. Oktoberwochenende das letzte in 2008 war, an dem die H?tte ge?ffnet haben sollte, mussten alle Vorr?te
vertilgt werden und zur Freude aller veranstaltete der Hausherr Klaus (hier ist keineswegs ein i anzuh?ngen!!!) ein
abendliches Grillb?ffet, was wir kaum erwarten konnten. Teilen mussten wir einzig mit einer Abordnung der ans?ssigen
Feuerwehr und 2 netten Wandersleuten und so schmatzten wir gen?sslich im warmen Nest der Bergh?tte, bis am Tisch die
ersten ?uglein zufielen. Eine m?de Bergwanderseele nach der anderen verzog sich ins Bett, bevor das gro?e gemeinsame
Schnarchen losgehen konnte, die Fitten spielten noch lustige Spielchen mit und ohne Feuerl?schersleut und so klang
ein k?hler, einen wundervollen Sonnensonntag versprechender Abend in ?sterreichischen Bergen aus.
?beraus erholt und einfach wunderh?bsch anzusehen krochen wir am n?chsten Morgen aus unseren Kojen und durften auch
beim Fr?hst?ck die Vorz?ge des letzten offiziellen Wanderwochenendes von Hermine erfahren. Nach Kaiserschmarrn und
Germkn?del am Abend genossen wir nun Apfelstrudel und diverse K?sespezialit?ten und st?rkten uns f?r das bevorstehende
neue Abenteuer.
Tobi hatte am Abend vom gestrigen Gipfelbezwingen genug geh?rt und entschied (sp?testens nachdem er einen Gef?hrten
nach dem anderen mit schmerzverzerrtem Gesicht aus der H?tte stolpern sah) tapfer, auch heute den Zauber Madaus zu
bevorzugen. (sp?ter sollten wir erfahren, dass er schlichtweg der Wlan-Eroberung von Hermine nicht hatte widerstehen
k?nnen und den ganzen Tag voll in seinem Element war!) Trotz schmerzenden Muskelkaters und uns munter einredend, dass
dieser ein Geschenk sei und schlie?lich nur neue Muskulatur produziere traten wir in gleicher Besetzung wie am Vortag
im Fr?htau die von Bertram angek?ndigte "maximal 4 bis 5 Stunden-Tour" an. Joa f?gte noch motivierend hinzu, dass
"alles am 3.Wandertag besser werde" und so waren selbst die Klugen und Unvern?nftigen sicher, auch die heutige Tour
gut ?berstehen zu k?nnen.
Auch heute sollte es nach gem?chlichen 2,5 km Einstiegsstra?e erst einmal steil...steiler...am steilsten bergauf gehen.
Einen wundervollen Blick auf den von uns stolz erklommenen Seekogel genie?end stiefelten wir tapfer schnaufend den
Berg hinan, bis wir auf einer sonnendurchfluteten Wiese stoppten und inmitten von Disteln, die nun nat?rlich an unseren
Stahlmuskeln scheiterten, Platz nahmen. Hier wurden erstmals alle Hosenbeine gekappt und die festen Waderln kamen ans
Tageslicht. Auch am Oberk?rper sollte sich das Zwiebelschalenprinzip auszahlen, es wurde auf kurz?rmelig umger?stet.
Leider gab es auf der heutigen Tour keinen Gipfel zu erst?rmen, doch bereits etwa 5 Minuten nach der ersten Pause erreichten
wir ein symbolisches Bergkreuz ? immerhin hatten wir bei unserem grandiosen Aufstieg in 30 Minuten ?ber 700 H?henmeter
hinter uns gebracht. Stolz auf das bereits Erreichte g?nnten wir uns eine weitere Ruhephase im Schutze einer bereits
geschlossenen Bergh?tte, von der aus wir einen fantastischen Blick auf Seekogel, das heute noch geplante Wegst?ck,
die 1300m hohe Hermine und den Bauch von B?rbel und Susanne hatten.
Genug gelabt setzten wir unseren Weg fort, Ronja fand gl?cklich das einzige Schlammloch des Wochenendes und suhlte sich
fr?hlich darin. Frauchen nahms locker und gab heitere Geschichten ihres Lieblings zum Besten, w?hrend Anne, Heide und
Michi langsam etwas zu schw?cheln begannen. Nicht jeder der Gef?hrten war auf H?chstleistungen trainiert, wie sie in
Skate-Marathons zu erbringen sind und der eine oder andere bekam dies nun zu sp?ren. Die umwerfende Strecke allerdings
entlohnte uns f?r alle Strapazen, so entglitt Heide von Zeit zu Zeit in Schw?rmereien dieser so abwechslungsreichen
Tour! Meine Worte k?nnen diese fantastische Kulisse wohl nicht ann?hernd so anschaulich beschreiben wie das dort
gewonnene Bildmaterial, daher verweise ich an dieser Stelle auf die Skate-X-Press-Galerie.
Von den versprochenen "maximal 5 Stunden" mussten wir uns nach 5 Stunden und dem Wegweiser "Madau 1,75 h" letztlich
verabschieden, aber gl?ckselig erreichten alle 14 Gef?hrten des Hundes doch noch das Gasthaus Hermine, wo Tobi und die
Autos schon darauf warteten, den actionreichen Abw?rtsweg zu genie?en.
Die F??e klagten, die Beine strotzten vor neuer, junger und frischer Muskulatur, der Wirt genoss das nun in der Sonne
folgende Stripteasespektakel und Ronja konnte zur Freude und Beruhigung aller Gef?hrten auch mal nix weiter tun als
liegen. Nicht mal mehr das K?pfchen war sie bereit zu heben und irgendwie schien uns der Hund aus der Seele zu sprechen.
Fressi, Wasser und ein gem?tliches Schlafpl?tzchen ? nach viel mehr war uns nun nicht mehr zumute.
Weil wir uns aber alle so m?gen und dieses traumhafte Wochenende gemeinsam feierlich beschlie?en wollten trafen sich
alle 15 Gef?hrten noch im "Hirsch" bei Ulm, um zumindest den ersten Teil aus Ronjas Traum: "Fressi" gemeinsam zu genie?en.
Abschlie?end bleibt mir nur zu res?mieren, dass es bei uns mit dem "Rentnerwandern" nicht so ganz geklappt hat,
wir daher ALLE stolz auf uns sein k?nnen und sicher lange von ganz tollen Eindr?cke zehren und uns an prima Erinnerungen
laben werden.

Der von uns dank unseren Bergf?hrern praktizierte Wandersport stellt ? das muss sogar ich zugeben! ? eine absolute
Konkurrenz zum Mountainbiken, Trailrennen und Windsurfen dar und es gilt, ein solches Abenteuer in 2009 unbedingt
zu wiederholen!

Anmerkung der Autorin:
Mein ganz besonderer Dank geht an meinen Schatz Timo, der das ganze Wochenende mit doppeltem Gep?ck auf seinem
st?hlernen, muskelbepackten R?cken wanderte und stets mit einem Auge auf seine h?ftgeschw?chten Anne achtete ?
was w?re ich blo? ohne dich?! Danke!!!!

An alle, die diesmal nicht dabei waren:
Es ?berrascht sicher nicht, dass die 15 Gef?hrten finden, ihr h?ttet ne Menge verpasst... aber 2009 gibt die n?chste
Chance und die Gemeinschaft des Hundes hat sicher noch Platz f?r ein paar mehr Gef?hrten!


27.09.2008: BERLIN, BERLIN - WIR FAHREN NACH BERLIN

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Ein Anf?ngerbericht

Mitten in der Nacht, also kurz nach dem Nachhausekommen geht's los. Die Vorfreude h?lt sich noch in Grenzen.
Ja nicht in der S-Bahn einschlafen und den Bahnhof verpassen. Bitte keine (werkstags sonst ?bliche) Versp?tung!
Falls p?nktlich sind es theoretisch 6 Minuten von der S-Bahn zum Gleis 8. Geschaft! Rein, erster Sitzplatz und
Augen zu. 2 Sekunden sp?ter die Schaffnerin, Fahrkartencheck (Scheint's bin ich im richtigen Zug) mit dem
dezenten Hinweis, dass auf meinem Platz ab Mannheim reserviert ist. Wer eine Reise tut, der hat was zu erz?hlen.
Vor allem wenn er Bahn f?hrt, 4 - 5 Mal den Nachbarn wechseln (muss) und die komischen Blicke auf seinem Helm
gerichtet sieht.

Berlin Hauptbahnhof: Kaum 5 Stunden sp?ter gibt's ne kleine - nein, eigentlich ne gro?e St?rkung. Dann kommen
die Skates an. Die seltsamen Blicke, die sich die Berliner sonst so geben, wenn sie einen Skater sehen, halten
sich im Regierungsviertel in Grenzen. Da ist man nicht allein. Nur sind alle anderen schon hinter dem Gitter.
Und zu diesem Bereich gibt es wohl nur Ausfahrten - aber nirgends kommt man rein, geschweige denn durch.
Durch den Tiergarten geht's ein St?ck. Dann wird Asphalt zu Dreck und man kehrt wieder um, besinnt sich auf die
Stra?en und Gehwege, nimmt kilometerlange Umwege in Kauf - man wollte sich ja eh einrollen - und kommt am ersten
Ziel an: Unserem Hotelst?tzpunkt. Die ersten Speedskater in gelb, also keine SXPler kommen mir entgegengerollt.
Da wartet dann auch schon meine T?te, mit Prospekten, Schwamm, T-Shirt und (endlich) der Startnummer sammt Nadeln.
Bekam die T?te auch gleich mit der Hotelrechnung. Super Service. So schnell ging's noch nie.

R?ber zum Brandenburger Tor. Auweia. 7.685 Skater. Wo sind die vom Skate-X-Press? Tats?chlich finde ich Manfred.
Doch der startet mit seiner eigenen Gruppe. Auf der Einfahrstrecke d?st Timo gr??end an mir vorbei. Schon treffe
ich das n?chste Gr?ppchen. Klasse! Dann die Startnummernvergleiche. Es gab die Bl?cke A, B, C, D, E und F. Ich
hatte das H-Kennzeichen, das ich nicht mal am Auto will. H steht wohl f?r "heute zum ersten Mal dabei",
was soviel wie: "Du startest ganz hinten!" bedeutet. Macht nix. Wie es sich raus stellen sollte, war es
gesundheitstechnisch von Vorteil in der gem?tlicheren Gruppe zu starten.

Nun begann das lange Warten auf meinen Startschuss. Immer wieder das Gejohle der vorderen Gruppen. Die Stimmung stieg.
Es war so gar richtig grandios zwischen den 7.000 "Freizeitskatern" zu stehen. Schuss! Los geht's. Go, go, go.
Gejubel und Anfeuerung von Tausenden. Komme gut weg. Rum um die Siegess?ule. Ich bin gut.
?berhole ganze Schlangen, finde immer wieder Gruppen, um mich daran zu h?ngen, will nicht nach 10 km schon fertig sein.
Einteilen. In der Ruhe liegt die Kraft. Doch schon geht wieder eine Gruppe links vorbei und ich h?ng mich dran.
4spurige breite Berliner Hauptstra?en - und nur Skater. Gut, ein paar Ausnahmen: Fu?g?nger und Fahrradfahrer,
die die Stra?e queren. Manche sind nicht mal ?berrascht dar?ber, wie schnell sich ihnen die Skater n?hern. Diesbez?glich
ging alles gut. Die angesichts der Massen wenigen St?rze, die ich sehen konnte, gingen klimpflich aus. Bin bestimmt schon
15 km gefahren - gibt es denn hier keine Getr?nkest?nde? Immer nur weiter. Gef?hlsm??ig bin ich gut in der Zeit. Pl?tzlich
war da was: Die Halbzeitsmessung - erst? Vielleicht ist meine Zeit gar nicht so gut. Merke pl?tzlich, dass nicht ich
?berhole, sondern ich ?berholt werde. Tja, jetzt ist Schluss mit lustig. Muss mich richtig anstrengen, um irgendwo dran
zu bleiben. Hat h?ufig nicht geklappt. Man sp?rt's am heftigen Gegenwind. Kommt auf einmal gar nicht mehr vorw?rts.
Wo ist man? Yorkstra?e - schon mal geh?rt. Bis zum Potsdamer Platz ist noch weit. Ah, Getr?nke - aus dem Becher.
Nix f?r verw?hnte Stgt-Lauf-Flaschentrinker. Trotzdem einen gekrallt. Ganz langsam getrunken.
Soll man, h?rt man immer wieder. Ein Schild entdeckt, auf dem die 30 steht. Wow, das bekomme ich auch noch hin.
Die Getr?nkestellen und damit nasse Fahrbahnen h?ufen sich. Was fehlt ist die richtige Gruppe. Erst ab km 35 finden
sich die Gr?pchen, die bis ans Ziel mehr oder weniger beieinander blieben. Es geht wieder leichter. Hey, ich seh die
ersten bekannten Dresses: Einmal Speedteam Stuttgart und da vorne Skate-X-Press. "Komm Karin, h?ng Dich dran!"
Im Vorbeifahren sehe ich, dass da was nicht stimmt. Sie will nicht. Keine Zeit f?r l?ngere Diskussion.
Stoff und weiter geht's. Aber nicht leichtsinnig werden. Warte auf km 40 bevor Du wieder anziehst! Die Stra?en werden
wieder breiter. Da vorne ist der Potsdamer Platz. Breit und viele Menschen. Alle applaudieren und feuern an.
Weiter geht's. Kurve. Eine ?berschaubare Gerade dann die Kurve und ab zum Brandenburger Tor. Alle anderen ziehen auch an.
Das Brandenburger Tor: Mitten durch! Danach die riesige Menschenmenge. Lautes Gejohle. Der Moderator ?ber Lautsprecher.
Keine Gedanke an Endspurt. Einfach nur den Zieleinlauf genie?en. Und durch.
Medaille - sch?n mit Skater drauf. Banane, Wasser und die ersten SXPler.

Finstere Mienen mischen sich in den Freudentaumel: Die ersten Hiobsbotschaften von St?rzen. Karin hat's wohl schlimm erwischt.
Sie m?sste gleich kommen. Kommt aber nicht. Hat sich inkognito durchgemogelt. Man h?rt von weiteren St?rzen.
Bet?rzung mischt sich auch in den eigenen Jubel und beste Laune. Wird am Bierstand aber erstmal verdr?ngt. Ergebnisse
werden gesimst. Wenn's stimmt, habe ich Bestzeit (War schon mein zweiter Marathon). Es war klasse, eigentlich unbeschreiblich.
M?sst Ihr selber erleben - mit "H" im gem?tlichen Block!

UND WAS GAB ES SONST NOCH?

Der "Rest" war viel zu gut, um nicht erw?hnt zu werden. Erstmal spielten THE SWEET (Andy Scott spielt noch immer an der
Gitarre - und Brian Conolly wurde kaum vermisst) vor dem Brandenburger Tor Ihre gr??ten Hits: Wig Wam Bam, Teenage Rampage,
Fever Of Love, Co-Co, Papa Joe, The Six Teens, ... . Alle wurde sie gespielt. Und wem beim Lesen dieser Lieder nicht das
Bein zuckt, der ist nicht mit metallenen Rollschuhen aufgewachsen.

Bestens gelaunt ging es ?ber den Potsdamer Platz, auf dem noch eine b?renstarke Els?sser Band Begeisterung hervorrief,
zum Postbahnhof am Ostbahnhof (Stand wirklich so auf der Einladung). Finsterer Discoschuppen, zu dem man Einlass nur
mit der Skatereinladung erh?lt. Die coolen Jungs vor mir wurden tats?chlich abgewiesen. Mit "Break On Through" von den
Doors ging es auch dort gleich auf die Tanzfl?che, wo sich die zentrumsnah untergebrachten SXPler schon tummelten.
23:30 Uhr gab es vor der Preisverleihung noch ein Skatespecial, was trotz ausreichender Gr??e nicht ganz eingesehen
werden konnte. Daf?r die Siegerm?dels aus Italien und Columbien. Sehr nett. Der schnellste Mann kam aus America und
alles nochmals zusammen und gemischt und in Teams und und und. Die Bierchen schmeckten immer besser und so ging der
Abend auch ganz allm?hlich zu Ende.

Am n?chsten Morgen gab's Sekt zum Fr?hst?ck und das Fernsehen berichtete schon wieder life von 40.000 L?ufern,
die sich gerade auf den langen Marathonweg machten. W?hrend die meisten die Heimreise antraten, musste der Neuling
nat?rlich an die Strecke. Er hat es nicht bereut. Bombenstimmung! Nicht nur beim Weltrekordler - auch beim endlosen
Teilnehmerfeld. Man kann es wirklich nicht mit dem Stuttgarter Zeitunslauf vergleichen. Wenn selbst nach 6 oder 7
Stunden die letzten durch das Brandenburger Tor laufen, ob barfuss oder im Boxerkost?m, matt aber ?bergl?cklich winken
sie den tapfer ausharrenden Zuschauern zu. Kein Wunder, dass der erste SXPler seinen 2009er-Flug schon wieder gebucht hat.

G?nther


22-26.08.2008: Donauskaten von Passau nach Wien

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Mitte August machten sich 13 verr?ckte Rollenfreunde mit mehr oder weniger Gep?ck auf zum gro?en Abenteuer.
Es galt 324 km (+/- je nach Reisef?hrer) von Passau bis nach Wien in 3 Tagen zu bew?ltigen. Als Erkennungszeichen
wurden alle in ? an Holland erinnernde ? knallig-orangene T-Shirts gesteckt.

Die Zugfahrt nach Passau nach Wien wurde drastisch verk?rzt, indem eine um die andere Sektflasche gek?pft wurde.
In Passau hatten wir dann die Qual der Wahl: 30 min. Fu?marsch, Taxi oder Test der Skates. Einige wenige "Fu?kranke"
nutzten dann den Service eines Taxis. Die anderen "Harten" der Gruppe schleppten sich durch die sengende Sonne Passaus
bis hin zu unserer ? etwas modrig riechenden ? Unterkunft, die ihre Bestzeiten schon lange hinter sich hatte.

Damit wir nicht mit der Ungl?ckszahl "13" zu unserem Event aufbrechen mussten, geselle sich noch eine Radlerin zu uns,
welche bereits schon einige Tage eher die Anreise mit ihrem R?dchen angetreten hatte und schon "Betriebstemperatur"
erreicht hatte..

Bei sch?nstem Sommerwetter kamen wir in Passau an, die Prognosen waren aber alles andere als vielversprechend. Bereits
in der Nacht ?ffnete der Himmel seine Schleusen, so dass wir den Heimweg nach einigen Mai-Tai mit dem Taxi zur?ckgelegt
haben. Die Hardcore-Truppe, welche sich an diesem Abend bereits gefunden hatte, zog an allen Tagen gemeinsam bis zum
Schluss durch die H?user.

Am Samstag Morgen, von einem mittelm??igen Fr?hst?ck gest?rkt, Geburtstagsliedchen getr?llert, sattelten wir unsere
kleinen Rucks?cke und unsere Skates. Im Vergleich zur ersten Tour 2006, hatten wir den unbezahlbaren Service eines
Gep?cktransfers, der es uns erlaubte, nur mit "kleinem Gep?ck" zu reisen. Dies klappte dann auch an allen Tagen wie
am Schn?rchen. Wider Erwarten regnete es zum Start unserer 125 km Etappe noch nicht. Es war frisch, bew?lkt und nicht
wirklich sch?n!

Um die heizenden Rudelskater des SKATE-X-PRESS im Zaum zu halten, durften sie sich am ersten Tag nicht an der
F?hrungsarbeit beteiligen, um das Tempo auf "gem?tlich" zu halten. Einige Teilnehmerinnen hatten n?mlich Bauchweh
und andere ungute Gef?hle, wenn sie von den durchweg schnellen Aktivit?ten des SXP h?rten. Wenn ich mich recht erinnere,
durften sie eigentlich gar nicht!

Der erste Streckenabschnitt von Passau nach Enns (ca. 126 km) war leicht und einfach zu fahren, da wir einen sehr guten
Asphalt vorfanden und in einem gem??igten Tempo einfach nur dahingleiten konnten, bis uns dann der Regen einen Strich
durch die Rechnung machte, und wir auf dem sehr glitschigen Belag extrem vorsichtig sein mussten.
Nach 6 1/2 Stunden reiner Fahrzeit, bei der wir dann auch richtig nass geworden sind und mit Laub und Holz vom Unwetter
der Nacht zuvor zu k?mpfen hatten, erreichten wir das erste Etappenziel Enns, wo wir im Hotel Limes vorz?glich bewirtet
und versorgt wurden. Der ganze Altpapiervorrat wurde uns ausgeh?ndigt, um unsere nassen Skates damit auszustopfen.
Einem Freund des Junker-Schuhs trieb es fast Tr?nen in die Augen, mit anschauen zu m?ssen, wie sein sch?ner, teurer,
neuer Junker zentimeterweit im Schlamm versunken war, von Ger?ll, welches das Unwetter in der Nacht zuvor auf die Radwege
gesp?lt hatte.

Nachdem am Sonntag Morgen unz?hlige nicht mehr laufende Kugellager und Rollen gewechselt werden mussten, ging's los zur
zweiten Etappe mit ca. 130 km mit Endziel Krems. Der Belag war leider nicht mehr so "magedamm??ig" wie bei der 1. Etappe,
aber immer noch recht gut zu skaten. Bevor wir Krems erreicht hatten, wurden wir auf einem Dorffest vom B?rgermeister
pers?nlich begr??t und haben uns dort pr?chtig unterhalten und uns ein paar Wachau-Viertele einverleibt. Die Unterkunft
in Krems war idyllisch und oberromantisch. Diente einige Jahre zuvor auch als tschechische Filmkulisse mit den
Schauspielern Erol Sander und Barbara Wussow. Leider war dies auch das einzige Highlight, was Krems so zu bieten hatte.
Die einzige positive Erinnerung ? au?er der Unterkunft ? an Krems war "Ewald", ein cooler Kellner und gleichzeitig Entertainer
unseres "Aperitiv-Speise- und Absackerlokal".

Aufgrund der Erfahrung der ersten Tour war bekannt, dass der Belag am dritten Tag nicht unbedingt als Magedam bezeichnet
werden konnte (ein mitfahrender Skater bezeichnete ihn als "Grobkiesel"), reduzierten wir das Pensum des letzten Tages
auf 80 km. Der Zieleinlauf in Wien auf der Donauinsel mit Blick auf knackig-nackte Menschen entsch?digte uns dann wieder
f?r viele Kilometer rauen Asphalts. In Wien angekommen waren alle Strapazen, Blasen und Druckstellen bei allen fast vergessen.
Eine Skaterin wurde nur durch die Anwesenheit st?dtischer Angestellter davon abgehalten, ihre Rollschuhe in der Donau
zu versenken!

Nachdem abends eigentlich niemand mehr Kohlehydrate in Form von Nudeln sehen konnte, belohnten wir uns um einem
oberleckeren Essen, in einem gem?tlichen Hinterhof bei einem T?rken. Da es f?r den Besuch beim Heurigen (Besen) schon zu
sp?t war, lie?en wir den Abend mit einigen Mai-Tai(s) in einer Cocktailbar ausklingen. Der Versuch einer Teilgruppe noch
eine Absackerkneipe zu finden, scheiterte kl?glich "Mangels Masse".

?ber unsere Unterkunft in Wien brauchen wir eigentlich keine Worte verlieren. Einfach und zweckm??ig.
Dank eines gro?z?gigen SXP-ler haben wir dann doch noch ein gescheites Fr?hst?ck bekommen.

Den Dienstag nutzen wir f?r eine ausgiebige Stadtrundfahrt mit Besichtigungstour des Stefans-Doms, bevor es am Nachmittag
hie?, sich von Wien zu verabschieden und sich in Richtung Flughafen zu begeben. Leider verz?gerte sich wegen eines
"technischen Defekts", man h?tte auch sagen k?nnen "Reifenpanne" der Start um einige Stunden.

Alles in allem eine gelungene Skate-Reise mit einem bunt zusammengew?rftelten Haufen skate-verr?ckter SportlerInnen.
Und wieder einmal wurde bewiesen, dass der Wettergott doch ein Skater sein muss .....

Mir hat's riesen Spa? gemacht!
Petra Klenk


13-14.10.2007: Wandern im Tannheimer Tal

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Wir trafen uns am Samstag 13.10.07 um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz Neuner K?pfle Gondelbahn, es war noch ziemlich neblig,
aber man konnte schon sehen, dass die Sonne am k?mpfen und es nur noch eine Frage der Zeit war, bis wir sch?nes Herbstwetter
hatten.

Als dann alle mit geschultertem Rucksack abmarschbereit waren gings im Tal entlang 3 km zum Haldensee von wo wir dann rechts
in ein Tal abzweigten u. auf dem Saalfelder H?henweg durch den Bergwald u. ?ber Almwiesen ca. 600Hm aufgestiegen um dann bei
herrlichem Rundblick Mittagsrast zu machen. Anschlie?end gings weiter, der Weg f?hrte unterhalb der Sulzspitze vorbei,
die wir nat?rlich in kurzem Gipfelsturm besteigen mussten. Danach wanderten wir leicht ansteigend ?ber die Hochebene zum Fu?e
der Schochenspitze die wir auch erklommen um das geniale Bergpanorama zu genie?en. Nach dem Abstieg brauchten wir nur noch
50 Minuten um an der Landsberger H?tte gegen 16.00 Uhr einzutreffen. Nach ordentlicher St?rkung mit Germkn?del u. anderen
leckeren Speisen, bezogen wir unser Matratzenlager um danach nochmals die Wanderstiefel zu schn?ren u. auf die Lachenspitze
zu steigen, wo wir dann den von Joachim versprochenen Gipfelwein genie?en durften. Es war schon beinahe dunkel als wir wieder
zur?ck waren, es folgte ein gem?tlicher H?ttenabend mit ausreichendem Fl?ssigkeitausgleich. Sonntags nach dem Fr?hst?ck
marschierten wir gegen 8.30 Uhr aufw?rts auf dem Jubil?umssteig ?ber das Steinkarjoch zum Kugelhorn, ?ber dieses zur Hinteren
Schafswanne um anschlie?end noch das Rauhorn zu besteigen, es folgte ein langer Abstieg hinunter zum Vilsalpsee das waren die
inlinetrainierten Beine gar nicht gew?hnt; * st??hhn*. Auf der Vilsalpe angekommen, g?nnten wir uns k?stliche Getr?nke aus ganz
gro?en Gl?sern. *Zischschsch*. Von dort wanderten wir um den See nach Tannheim zur?ck wo wir gegen 16.30 Uhr am Auto ankamen.
Beim gem?tlichen Abendesse in OY-Mittelberg, lie?en wir das herrliche Wochenende ausklingen u. machten uns von dort auf die
Heimfahrt, mit der Vorfreude auf das n?chste Wanderwochenende.

Dank an

- VW und AUDI f?r den verl?sslichen Transport
- Den Lachenspitze-Str?mpfelbacher Trollinger namens "Gretle" f?r die Farbe auf unseren Gesichtern (die nicht von der Abendsonne stammt)
- S?mtliche Remst?ler Metzgereien f?r leckere Peitschenstecken, Landj?ger, Kaminwurze
- Ronja f?r den Durchschlag ihrer uns motivierenden Appenzellergene
- Das Rauhorner Gipfelbuch, das geduldig den Roman aufnahm, den Bertram reinschrieb (was f?r einen eigentlich? Heimat-, Berg- Heldenroman?)
- Das Hundehotel, das 3 "M?dels" k?hlen und (fast) schnarchfreien Unterschlupf fernab muffig-gedr?ngten Matratzenlagers gew?hrte
- Alle Durchf?tterer, die es SuLu erlaubten, einen sooooo kleinen Rucksack zu tragen
- Die brrr-kalten Waschm?glichkeiten, die den S?uremantel unserer Haut intakt lie?en
- Die Landsberger H?tte f?r ihr Kn?delspektrum
- Bayern 3 f?r das Senden seiner Gr?lschlager in unseren Partybus
- Die wortkarge, schulterzuckend-zickige Bedienung in Oy, die uns von den Berggef?hlabhebungen zur?ckholte auf den Boden der Realit?t
- Den B?blinger Slalomfahrer auf der B10, der uns am Schluss der Heimfahrt wachhielt
- Den blauen Himmel f?r ... "oifach schee, gell, isch?s it schee, odr?"


09.09.2007: 12. EBM-Papst Marathon in Niedernhall

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Der geschlossenen Mannschaftsleistung des SKATE-X-PRESS war es zu verdanken, dass diese den Preis f?r das Team mit den meisten
Teilnehmern einheimsen konnte. Bei fast 300 Sportlern waren 17 Starter der Remstal-Truppe vor Ort. Au?erdem konnten einige SportlerInnen
vordere Podestpl?tze ihrer Altersklassen gewinnen.

Wer ist eigentlich der SKATE-X-PRESS?

Jeden Mittwochabend starten ab der Rundsporthalle in Waiblingen 30-40 skatebegeisterte SportlerIinnen auf einer ca. 25km langen Runde bis
nach Winterbach und wieder zur?ck. Dabei sind alle Leistungsst?rken und auch Altersklassen vertreten. Das Nesth?kchen im Skate-X-Press
ist 10 Jahre alt und der ?lteste Teilnehmer fast 60!

Inline-Skating oder - die schnellere Variante davon - das Inline-Speedskating ist ein junger und anspruchsvoller Sport und ?bt seine
Faszination auf nahezu jeden aus, der damit in Ber?hrung kommt. Speedskating als Leistungssport in der breiten ?ffentlichkeit wenig
bekannt, ist eine Mischung aus Geschwindigkeit, Technik und Taktik ? einfach Action pur. Begeisterte Vertreter dieser Sportart haben
sich in Waiblingen zur w?chentlichen gemeinsamen Ausfahrt zusammen-getan. Einige von ihnen bestreiten auch Wettk?mpfe, wie den
Halbmarathon in Stuttgart, den Berlin Marathon Ende September, oder einige gar die 111km im schweizerischen St. Gallen. Ein Highlight
im vergangenen Sommer war die erfolgreiche Teilnahme beim legend?ren 24h-Rennen im franz?sischen Le Mans.

Im Vordergrund allerdings steht bei den Mittwochs-Skatern die Freude am gemeinsamen schnellen Dahingleiten auf acht Rollen. Das gesellige,
gem?tliche Beisammensitzen im Anschluss ist auch ein nicht zu untersch?tzender Aspekt, der immer wieder zu Teilnehmerrekorden f?hrte.

Geschwindigkeiten bis zu 30 Stundenkilometern bei den Ausfahrten, und bei Rennen noch weit h?her sind keine Seltenheit. Das liegt aber
nicht allein an den windschnittigen Schuhen mit acht Rollen, sondern wie bei jeder Sportart geh?rt viel ?bung und Training dazu. Wer die
Fahrtechnik beherrscht, st?rzt auch nicht so leicht. Sicher, auch beim SKATE-X-PRESS f?llt mal jemand hin, aber bis auf Hautabsch?rfungen
sind noch keine gr??eren Verletzungen vorgekommen. Zudem besteht bei allen Ausfahrten und Rennen Helmpflicht.

Noch bis Ende September werden die Skate-Ausfahrten stattfinden. Den Winter ?ber werden die Inlineskates gegen Lauf- und Walkingschuhe
ausgetauscht, um nicht - die den Sommer ?ber aufgebaute Kondition - zu verlieren. Wer mehr ?ber den Skate-X-Press und seine Aktivit?ten
wissen m?chte, kann sich gerne auf der Homepage www.skate-x-press.de informieren.


30.06.2007: Der l?ngste Tag: 24h Inline-Skaten in Le Mans

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Bericht 1:

Die 24 Stunden von Le Mans. Ein Mythos f?r Motor- und Inlinesport.

In Frankreichs Westen etabliert sich das internationale Sportfest in ?berschw?nglicher Atmosph?re. Zu der gegl?ckten Mischung des nach
allen Leistungsklassen offenen Wettbewerbs tragen Breitensport und Spitzenmannschaften gleicherma?en bei. Am Wochenende reisten 10
Vertreter des Waiblinger Inlinetreffs (Skate-X-Press) nach Le Mans in Frankreich um am 24-Stunden-Rennen f?r Inline-Skater auf dem
Bugatti-Ring teilzunehmen.

Es gingen insgesamt 550 Teams und 30 Einzelfahrer aus der ganzen Welt an den Start. In Deutschland gibt es keinen vergleichbarer
Wettbewerb dieser Gr??enordnung. Im Staffelverfahren wechseln sich in jeder Mannschaft zehn Skater ab. Das Team, das nach 24 Stunden
die meisten Runden errungen hat, gewinnt den Wettkampf. Es ist nicht allein die Distanz der Rundenl?ne von 4,4 Km,die den Skatern zu
schaffen macht. Es ist zu einem die hohe Beslastung durch die permanente Anstrengung im anaeroben Bereich, "man l?uft die ganze Runde
am Limit" erk?rt Manfred Keller.

Zum anderen ist zu Beginn jeder Runde eine Steigung von 3,5% auf 600 m zu ?berwinden - die ber?hmte Dunlop-Kurve - die im Laufe des
Rennens f?r die Skater immer verhasster wird. Der Start erfolgt am Samstagmittag um 16 Uhr. Vorher gibt es aber noch einen Sprint ?ber
300m der f?r die Startaufstellung entscheident ist. Unser Sprinter Timo brachte den Skate-X-Press auf den 38. Startplatz. Wie beim
Autorennen geht dem Rennstart ein Sprint voraus. Laufen die Motorsportler zu ihren Autos, so hetzen die Skater in Socken ?ber den Asphalt
zu ihrem Skate. Und dann gehts los.

In 2-4 Stunden-Turnus wechseln sich drei Gruppen innerhalb des Skate-X-Press-Teams ab, so da? jede Gruppe zwischendurch Zeit zum Essen
und Schlafen hat. Zu der M?digkeit kam noch um Mitternacht der Regen dazu, was das Skaten nicht einfacher machte. Am Sonntagmorgen h?rte
der Regen auf und es kam ein st?rmischer Gegenwind im letzten Drittel der Runde, der die Skater fast zum Stehen brachte. Diese hohe
k?rperliche Belastung ?ber 24 Stunden hinweg ist nur mit einem hohen Ma? an Motivation zu schaffen. "Ein bischen verr?ckt mu? man schon
sein," sagt Mitskaterin Petra. Am Sonntagmittag um 16 Uhr ist Schlu?. In den letzten 10 min darf nicht mehr gewechselt werden.
Die Schlu?l?ufer aller Mannschaften werden auf ihren letzten Runden von einem frenetischen Beifall aller Teammitglieder und Betreuer
begleitet. Die letzten 10 Sekunden des Rennens werden aus 6000 Kehlen lautstark herunter gez?hlt. Dann haben es die 10 Skate-X-Pressler
geschafft als viertbestes deutsches Team einen nie f?r m?glich gehaltenen 38.Gesamtplatz heraus zu fahren. Das Team fuhr insgesamt
155 Runden, das sind 647 Km. Die Siegermannschaft aus Frankreich kam auf 200 Runden. Ein sehr gutes Ergebnis f?r eine Freizeitgruppe
unter all den Profi- und Vereinteams.

Das Motto der Waiblinger lautet: "Nach Le Mans ist vor Le Mans".

PS.: Der Inlinetreff Waiblingen trifft sich jeden Mittwoch um 19 Uhr auf dem Parkplatz bei der Rundsporthalle in Waiblingen.
Es besteht Helmpflicht, teilnehmen kann jeder. Infos unter www.Skate-X-Press.de



Bericht 2:

Unmittelbar nach der Teilnahme beim 24h-Rennen von Le Mans 2006 zeichnete sich ab, dass dies kein einmaliges Event bleiben w?rde.
Nur war allen klar, dass die eigene An- und Abreise anders organisiert werden musste. Nachdem uns ein paar Backnanger Skater ihr
Interesse an einer Teilnahme bekundet hatten, war klar, dass 2007, 2 Teams am Start sein w?rden. Zuerst recherchierten wir im Internet
nach einem g?nstigen Reisebus und wurden in der N?he von Ulm f?ndig. Ein 26-Sitzer wurde f?r uns reserviert mit Option eines Anh?ngers.
Recht schnell wurde f?r das zweite Team ein Name gefunden:"Rennskater Bieberle". Das Team bestand aus 6 Backnangern Skatern und 4 aus
Gro?bettlingen. Komplettiert wurde das ganze durch unsere Begleitperson Adi, welche sich als "Verpflegungsfee" zur Verf?gung stellte.
Einen Tag vor Abreise wurden wir telefonisch informiert, dass es Probleme mit unserem Busle gegeben h?tte.....UFF! Schock!
Wir mussten/durften mit einem 40-Sitzer fahren. Dieses Exemplar war der absolute Hit! Mit Stehtischchen, 4-er und 6-er-Abteilen,
komplett in Lederausstattung. Wow! Dazu geh?rte noch schniekes Sahneschnittchen namens "Hubert" als Busfahrer, Typ Nino de Angelo.

Nach dem schon legend?ren Fr?hst?ck bei Timo trudelten nach und nach alle Eventeilnehmer ein und als der Bus aus allen N?hten platzte,
konnte p?nktlich um 6h gestartet werden. Selbst mit dem Anh?nger h?tten unsere Massen an Gep?ck niemals in den kleinen Bus gepasst.
Im Bus hatten wir ausgiebig Zeit unsere "Teamstrategie" auszuarbeiten. Wie viele Gruppen wollten wir machen, wer f?hrt wie lange,
wer mit wem, wer wann. Das war bei weitem schwieriger, wie es sich hier jetzt liest, denn auch gemeinsame Essenszeiten beider Teams
mussten dabei ber?cksichtigt werden.

Nach einer never-ending-Busfahrt mit Autobahnvollsperrung erreichten wir nach 12 Stunden den Campingplatz von Le Mans. Dieses Jahr
haben wir uns die Rundfahrt ?ber diesen erspart, auf der Suche nach dem f?r uns geeigneten Platz. Nachdem es bereits mehr oder weniger
nieselte wurden in absolut rekordverd?chtiger Zeit die Zelte aufgestellt. Hubert hatte im Bus ein gro?es Zelt, welches er uns als
"Catering-Area" zur Verf?gung stellte. Mit vereinten Kr?ften wurde das Gemeinschaftszelt innerhalb weniger Augenblicke aufgebaut und
einger?umt. Beim Blick auf die ganzen Lebensmittel h?tte man eher auf eine Schlemmerreise als auf ein 24-h-Rennen getippt.

W?hrend ein Teil der Crew den Wasserbestand f?r?s Wochenende im ?rtlichen Supermarkt sicherte, sorgte das andere Teil der Crew f?r das
leibliche Wohl aller mit Chili con Carne und Pasta mit Pesto. An einen ruhigen Schlaf war anschlie?end jedoch nicht zu denken, da eine
Gruppe von Franzosen es unheimlich witzig fand, den halben Campingplatz mit seinem Gegr?le zu unterhalten.
Samstagmorgen hatte es aufgeh?rt zu regnen und die Sonne war unser Gast beim ausgiebigen Fr?hst?ck, bei dem nur die Spiegeleier mit
Speck fehlten.

Unsere Captain Timo und Doris hatten sich zwischenzeitlich auf den Weg gemacht, um f?r Ihre Teams die Startunterlagen abzuholen.
Danach war es schon Zeit f?r die Roller-Parade, bei der sich alle Teilnehmer mehr oder weniger schnell (eher weniger) auf eine
Stadtrundfahrt durch Le Mans begeben. Da uns diese Tour vom letzen Jahr schon bekannt war, nahm von unserem Skate-X-Press nur ein ganz
kleines H?ufchen daran teil. Nicht unerw?hnt bleiben sollte unser Campingplatz mit seinen sanit?ren Einrichtungen. 6000 aktiven Sportlern
zuz?glich Begleitpersonen stehen 2 Toilettenh?uschen mit jeweils 10 Stehclos und 4 Duschen zur Verf?gung. M?nnlein und Weiblein getrennt
versteht sich. Bereits am Samstagmorgen war das das eine H?uschen "au?er Betrieb". Die Bedeutung dessen, muss nicht n?her erl?utert
werden. Aus dieser Notlage hat uns unser Hubert, der rettende Engel, befreit. Wir durften das Bus-WC f?r alle Gesch?fte nutzen. Hubert
sei Dank!

Um 13h wurden die Boxengassen ge?ffnet. Pulkartig str?mten die Sportler in die ihnen zugeteilte Box mit Gep?ck und Proviant, was auf
einen wochenlangen Aufenthalt vermuten lie?. Jedes Team der knapp 600 gemeldeten, musste einen Sprinter stellen. Die erreichte Zeit
beim 300m Sprint, sollte den Ausschlag geben f?r die Startplatzierung. Timo?s hervorragende Zeit beim Sprint bescherte Holger eine
Top-Ausgangsposition f?r den legend?ren Le Mans Start. Dabei m?ssen die Startl?ufer nach erfolgtem Startschuss in Str?mpfen quer ?ber
den Asphalt rennen, ihre Skates anziehen und anschlie?end 2x die 4,4 km Runde absolvieren. Tja und damit war das 24-Stunden-Rennen von
Le Mans er?ffnet. Emsiges Treiben in den Boxengassen, nerv?se Blicke in den Wechselzonen auf der Suche nach dem Teamkollegen f?r den
Wechsel. Nur nicht die Chip?bergabe vergessen. Gegen Abend legte sich dann die Hektik, der Blick zur Uhr, die Chip?bergabe, der Gang
zur Wechselzone, alles wurde inzwischen zur Routine.

Beim Schichtwechsel in der Nacht fing es leider richtig heftig an zu regnen, was den Asphalt in ein schmieriges, rutschiges Etwas
verwandelte. Ein richtiger Abdruck war schlicht unm?glich. Jetzt hie? die Devise nur noch irgendwie sturzfrei die Runden zu absolvieren.
Nur Timo legte trotz den widrigen Umst?nden eine Bestzeitenrunde nach der anderen hin. Gl?cklicherweise h?rte der Regen mit der
Morgend?mmerung auf und der zwischenzeitlich aufgetretene Wind trocknete den Belag recht schnell ab. Gl?cklicherweise ist keins der
Teilnehmer durch den Regen zu Fall gekommen. Jetzt stellte sich die Frage was schlimmer war: Regen oder starker Wind? Die Ansichten
dar?ber waren stark geteilt. PS. Beides ist furchtbar!

Wie auch schon im Jahr zuvor, waren die Stunden von 12h-16h die h?rtesten. Der Dunloph?gel mit seinen 3,5 % Steigung wurde mit jeder
Runde um ein paar Grad steiler und die 600m wurden um viele Meter l?nger. Die Kraft l?sst nach, daf?r nimmt die M?digkeit zu, die
Rundenzeiten werden l?nger und l?nger und jeder sehnt nur noch das Ende herbei. Jetzt war es wieder an der Zeit, die richtige Taktik
f?r die letzten Runden auszut?ffteln, um vielleicht mit dem schnellsten Skater den ein oder anderen Platz gutzumachen. (Timo hatte
das auch geschafft. Sorry Team Colmar!)

Die Stimmung in den letzten Minuten, wenn die Schlussl?ufer in den Circuit einlaufen ist phantastisch und ergibt ein G?nsehautfeeling.
Mit tosendem Beifall werden die Skater f?rmlich ?ber die Ziellinie getragen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Bei knapp 600
gestarteten Teams ereichte der Skate-X-Press den 38. Platz und die Bieberles den 150. Rang.

Das 24h-Rennen von Le Mans war hiermit beendet.

Nachdem das gl?ckliche finishen mit Sekt (leider kein Champagner) begossen wurde, die Beweisfotos geschossen waren, hie? es wieder
den ganzen Krempel auf dem 15-min?tigen Fu?marsch zum Campingplatz zur?ckzutragen. In Windeseile wurden die Zelte abgebaut, der Bus
beladen und los ging's gen Heimat. Zuerst war es noch ein sehr lebhafter Haufen im Bus, bevor die Anstrengung und die M?digkeit der
letzten Tage seinen Tribut zollte und jeder seine Schlafposition suchte, manche sogar auf dem Boden. M?d, matt und lumelich erreichten
wir in den Morgenstunden Urbacher Boden.

Ein sehr anstrengendes Wochenende mit vielen beeindruckenden Momenten neigte sich dem
Ende. Jeder einzelne hatte dazu beigetragen, dass dieses verr?ckte Event sicherlich unvergessen bleiben wird und vielleicht einmal etwas
?hnliches gemeinsames auf die F??e gestellt wird.


16.06.2007: Der Mittelrhein Marathon von Oberwesel nach Koblenz


Nachdem zu Beginn der Skate-Saison 2007 die Events gecheckt wurden, ist auch der Mittelrhein-Marathon als Fixpunkt gesetzt worden. Die
durchaus positiven Bewertungen der letzten beiden Jahren, sollte den Ausschlag geben, dass auch der Skate-X-Press, den
Mittelrhein-Marathon als Testlauf vor Le Mans und vor dem Heimrennen in Stuttgart besuchen wollte. Insgeheim wollte nat?rlich ein jeder
auf dem schnellen, ebenen Asphalt seine ganz pers?nliche Bestzeit toppen.

Also machten sich an diesem 16. Juni 2007 9 Skate-X-Pressler in einem von Kamikaze gecharterten Busle auf den Weg nach Koblenz am Rhein.
In Mundelsheim wurde noch Dani die Ersatzfrau f?r Sulu eingesammelt. Unterwegs ?ffnete Petrus bereits mehrmals gewaltig seine Schleusen
und ?berhaupt waren die Wetterprognosen sehr unterschiedlich je nach Web-Adresse. Auch beim Abholen unserer Startunterlagen in Koblenz
wurden wir von einem fiesen Platzregen heimgesucht.

Da es sich bei diesem Rennen um ein so genanntes Point-to-Point Rennen handelte, musste mit dem Zug vom Ziel Koblenz zum Startpunkt
nach Oberwesel gefahren werden. Also nix wie rein in unsere Rennpellen, Duschzeug und Wechselklamotten in den Kleiderbeutel, diesen
dann noch mit der Startnummer beklebt und herdenm??ig den anderen Skatern in Richtung Bahnhof gefolgt, in der Hoffnung dort auch
anzukommen.

Nachdem der Startpunkt Oberwesel nach ca. 40 Min. Zugfahrt erreicht wurde, das normal hektische Leben vor einem Wettkampf: Lange
Schlangen von den Dixies, M?nner in den B?schen, Hektik und Ungeduld wohin man schaute. Wir beschlossen unsere Skates anzuziehen und
uns locker einzurollen. Zu unserem Entsetzen mussten wir mit ansehen, wie unsere nummerierten Kleiderbeutel v?llig planlos in die
bereitgestellten LKW's geschmissen wurden. Wir waren sehr, sehr skeptisch unsere Kleiderbeutel jemals wieder zu sehen.

Nachdem sich fast 2000 Skater im Startbereich eingefunden hatten, war an ein lockeres Einskaten nicht wirklich zu denken. Priorit?t 1
hatte jetzt, im Startblock eine einigerma?en gute Startposition zu ergattern, um im Nachhinein nicht Hinz und Kunz ?berholen zu m?ssen.
Timo hatte sich bereits abgesetzt, um mit den lizensierten Skatern aus einem eigenen Startblock zu starten. Holger, J?rgen und Tobi
wollten gemeinsam die Marathon Distanz bew?ltigen, ebenso Joachim und Speedmaus. Kamikaze wollte - mal wieder - einen auf gem?tlich
machen, und Dani hatte sich weiter hinten eingereiht.

Vor dem Start im Block die gemeine, fiese, eklige Nervosit?t bis zum Startschuss. Dann endlich los! Bereits auf den ersten Metern
stellte sich raus, dass sich etliche Skater viel zu weit vorne eingereiht hatten, die es nun zu ?berholen galt. Schon jetzt sollte
sich meine Vermutung bewahrheiten, dass es ein sehr hektisches, unruhiges und undiszipliniertes Rennen mit vielen St?rzen geben sollte.

Die Strecke zum gr??ten Teil mit einem genialen, glatten Asphalt f?hrte am Rhein entlang mit seinen bekannten Sehensw?rdigkeiten. Manfred
nutzte den Marathon f?r ein kulturelles Sightseeing, w?hrend ich jedoch unter h?chster Konzentration stand, um nicht mit den zum Teil
drei verschiedenen Z?gen nebeneinander zu kollidieren.

Ab und zu passierten wir kleinere Ortschaften mit vielen nicht angesagten Dohlen und Gullys und schlecht geflicktem Fahrbahnbelag. Das
Highlight jedoch waren 200m feinstes Kopfsteinpflaster bei Km 30, was so einige Z?ge sprengte. Da die km-Angaben sehr sp?rlich angebracht
waren, konnte man sich eigentlich nur an der eigenen Pulsuhr grob orientieren.

Zwischenzeitlich wurden beide Klenkis unverschuldet zu Fall gebracht, was sie aber nicht daran hinderte, nach schneller Sortierung aller
Gliedma?en weiter-zufahren. Die meisten des Skate-X-Press konnten Ihre Bestzeiten toppen.

Im Zielbereich gab's dann eine riesige Portion Pasta und lecker Erdinger Weizenbier. Nachdem die verschiedenen Renneindr?cke ausgetauscht
waren, wurde es h?chste Zeit auf die Suche nach den Kleiderbeuteln zu gehen, da es bereits leicht zu tr?pfeln anfing. Wider Erwartung
konnten wir unsere Beutel doch vollst?ndig und komplett in Empfang nehmen. Kurz darauf hatte es mit der Einsicht von Petrus ein Ende und
er ?ffnete seine Schleusen.

Fazit: Ein sehr schnelles Rennen, welches aber in der Organisation noch verfeinert werden muss. (Kopfsteinpflaster im Zielbereich,
Duschen nur mit Shuttle in 800m Entfernung, Kleideraufbewahrung etc.)

Die Ergebnisse:

Timo 1.11.40 -- Tobi 1.20.09 -- Holger 1.20.09 -- J?rgen 1.20.16 -- Joachim 1.26.11 -- Speedmaus 1.27.01 -- Kamikaze 1.27.25 -- Dani 1.33.14


19.05.2007: Der SKATE-X-PRESS beim MLP Marathon in Mannheim 2007


Nachdem eigentlich die Planungen f?r dieses Wochenende ganz anders gelautet hatten, zeigte sich ? wieder einmal ? die Spontanit?t des
Skate-X-Press. Geplant war bei den Klenkis f?r den Sonntag die Teilnahme am Halbmarathon des Bayern Inline Cups in Regensburg.
Ein altes Sprichwort sollte wieder einmal Recht behalten: "1. Kommt es anders und 2. als man denkt!"

Nachdem der Coach von Marci kurzerhand beschlossen hatte, den Start beim MLP-Marathon in Mannheim als Fixpoint zu setzen, es allerdings
Anreiseprobleme gab (wir sollten Marci nach Gro?bettlingen bringen, danach mit Teamkollegen nach Karlsruhe um dort dann beim Leader
zuzusteigen) w?hlten wir die einfache Variante und ?bernahmen selbst die Taxi-Rolle.

Nachdem zuschauen ja schon sehr interessant, aber andererseits doch auch recht langweilig ist, wollten wir die M?glichkeit nutzen,
um unseren derzeit aktuellen Trainingszustand zu ?berpr?fen.

Durch diese kurzfristige Programm?nderung kollidierte der neue Termin leider mit einem anderen Programmpunkt des SXP.
Die Einladung unserer Dogy konnten wir daher leider nur mit erheblicher zeitlicher Versp?tung wahrnehmen. Dogy: Hoffentlich kannst du
uns das bald verzeihen!

Nachdem dann nun auch unser Kamikaze von unseren doch sehr kurzfristigen Pl?nen geh?rt hatte, war auch er spontan zu dieser Schandtat
bereit. Ein GB-(Gro?bettlinger)-Sportler belegte auch den letzten Platz im Klenkschen Vehikel.

Die Wetterprognosen f?r diesen Samstag waren nicht als optimal zu bezeichnen. Je nach Web-Adresse variierte die Regenwahrscheinlichkeit
zwischen 30-50 %. Recht schnell erreichen wir das bereits abgesperrte Mannheim und wurden auch schnell f?ndig, auf der Suche nach einem
geeigneten Parkplatz. 100m von Start-Ziel Bereich und in unmittelbarer N?he der M?nnerduschen.

Nach einem kurzen Sightseeing der Mannheimer Innenstadt wurden wir f?ndig, bei unserer Suche nach der Startnummernausgabe. Mit satten
55.- Startgeb?hr wurden nat?rlich alle bestraft, die ihre Teilnahme ? wie wir - vom Wetter abh?ngig gemacht hatten. Ganz sch?n happig
f?r ein gr?u?lich schmeckendes Sunkist und eine oberh?ssliche Rothaus-Kappe.

Da wir noch reichlich Zeit zur Verf?gung hatten, chillten wir am Mannheimer Wasserturm noch etwas ab und mussten zum einen leider mit
anh?ren, dass Schalke bereits mit 2:0 gegen Bielefeld f?hrte und zudem noch bereiteten uns die gro?en, dicken Wolken am Himmel ?ber uns
zus?tzlich gro?es Kopfzerbrechen. Nachdem sich Diskussionen ?ber die richtige Wahl der Rollen ? mangels Material ? ziemlich schnell
er?brigten, lichtete sich so langsam auch das Grau ?ber uns. Nachdem wir beim Sieg des VFB und der deutschen Meisterschaft radiom??ig
live dabei waren, schmissen wir uns euphorisch in unser neues SXP-Anz?gchen und waren stolz wie Harry. Einige mussten zwar mehr oder
weniger ihre B?uche einziehen, was aber dem positiven Erscheinungsbild insgesamt keinen Abbruch getan hatte.

Ein bisschen eingerollt und die Team-Taktik besprochen. Stopp! Nach welcher Taktik wollten wir ?berhaupt fahren? OK! Es sollte ein
lockerer Trainingslauf werden. Gut. Wir waren uns einig. Wie fast immer!

Marci wurde im A1-Startblock abgeliefert und wir sortierten uns im Gro?feld bei den flotteren Freizeitskatern. Nerv?s, wie immer ? bei
einem Rennen, zweifelte die Verfasserin dieses Berichts ihre Teilnahme an, und wollte zum 10x Mal an diesem Tag eine ?rtlichkeit
aufsuchen. Leider zu sp?t!

Endlich der Startschuss! Ungef?hr 800 Skater machten sich mehr oder weniger schnell auf den Weg, um die 42195m zu bew?ltigen.
Kamikaze f?hrte unser 4-er-Gespann an, und der Blick auf meine Pulsuhr best?tigte mein Gef?hl, dass mit 175 "der lockere Trainingslauf"
in weite Ferne ger?ckt war. Ziemlich schnell sortierte sich das Feld und es formierten sich Z?ge in verschiedenen L?ngen. Nachdem

Kamikaze an den Trainingslauf erinnert wurde, z?gelte er etwas das Speed, was J?rgen-Hermann dann doch wohl zu langsam war und sich
unsere Wege trennten. In einem - gerade noch ? verschnaufbaren Tempo spulten wir die doch recht anspruchsvollen km runter. Viele Kurven
(90 Grad und sogar 180 Grad), noch mehr Schienen, zum Teil sehr schlechter Asphalt, lie?en keine Bestzeiten zu, aber das war ja auch gar
nicht geplant.

Einige gr??ere Anstiege, ca. 4km vor dem Ziel sprengte unseren gro?en Zug. Trotz aller f??lichen Probleme, konnte - wider Erwarten ?
unser Cheffe den Anstieg mitgehen und als 4er-Gruppe erreichten wir ? fix und foxi ? und am Ende unserer Kr?fte das Ziel. Dort konnten
wir sofort mit 1, 2 oder auch 3 lecker Rothaus unsere restlos geleerten Kohlehydratspeicher wieder auff?llen.

Marci konnte bei seinem Marathondeb?t mit seinem Team mithalten und beendete die gelungene Premiere mit ausbauf?higen 1.17. Nach einer
sektlosen Quickie-Dusche im Mixed-Zelt d?sten wir in rekordverd?chtiger Zeit zur?ck ins Schwabenl?ndle, um p?nktlich um 22h - wie
versprochen - in Kleinheppach bei Dogy auf der Matte zu stehen und s?mtliche Alkoholvorr?te von ihr zu vernichten. Der Rest des SXP
hatte aber bereits schon sehr gute Vorarbeit geleistet.

Speedmaus


09.2006: Der SKATE-X-PRESS beim Berlin Marathon 2006


Ein weiterer H?hepunkt im Eventkalender (nach LeMans) des Skate-X-Press war der 10.Skate-Marathon in Berlin. Eine Gruppe von 12
SkaterInnen machte sich am Donnerstag und Freitag auf den Weg in die Skater-Hauptstadt Berlin. Nachdem die verschiedenen Quartiere
bez?gen wurden ging es zuerst auf die Skatermesse in den Berliner Messehalllen um dort die Startunterlagen abzuholen und sich ?ber
die neuesten Innovationen in der Skaterszene kundig zu machen. Der Tag wurde mit Shopping und Sightseeing zu Ende gebracht. Eine kleine
Gruppe g?nnte sich am Abend noch etwas Kultur bei den "Berliner Stachelschweinen" und einem abschlie?enden Killkenny im IrishPub,
w?hrend die "Stuttgarter Fraktion"sich mit entsprechenden Cocktails auf den Wettkampf vorbereitete.

Die Wetterprognosen f?r Samstag waren hervorragend, nur der Wind sollte einbischen st?ren. U3 bekam vom ungewohntem Laufen ohne
Skates schon die erste Blase!!! Samstagmorgen trafen sich die Teilnehmer , die am Follow me Projekt teilnahmen zum Einskaten und
kennenlernen am Brandenburger Tor.Unser Chefe Kamikaze versuchte als Guide der 1:40er Gruppe die Teilnehmer u.a. Dogy, Sue und Martin
dazu zu bringen im Gleichschritt zu fahren. Anschlie?end bereitete sich jeder individuell auf den Start am Abend vor.

Um 16:30 Uhr war der Start des 10.ten Berlin-Skate-Marathon bei strahlendem Sonnenschein und b?igem Wind auf der Stra?e des 17.Junis.
Die Teilnehmer wurden entsprechend ihrer Bestzeiten in verschiedene Startbl?cke eingeteilt.

Unser Timo durfte dabei im vordersten Startblock der Top-Skater starten.Trotz Trainingsr?ckstand konnte er im Feld der 7000 Skater einen
herovrragenden 192.Gesamtplatz mit neuer Bestzeit von 1:12,23 Std.belegen. Weitere Bestzeiten gab es f?r Tobi mit 1:28,39 und Holger mit
1:28,40. J?rgen, der auch in einer Follow me Gruppe (1:30 St.)mitfuhr, erreichte eine Zeit von 1:31,58 Std. Unser Kamikaze, der eine
Gruppe zu einer Zeit von 1:40 St. f?hren sollte, lief wie ein VW und eine neue Schweizer Uhr (ausdauernd und pr?zise). Trotz 2er St?rze
in der Gruppe brachte er seine Mitstreiter vom Skate-X-Press sehr sicher ins Ziel, was manchmal bei einem so gro?en Teilnehmerfeld nicht
ganz einfach ist, da dort ja Speedskater und Fitnessskater zusammen fahren. Martin erreichte in seinem 1. Marathonrennen eine Zeit von
1:34,59 St. Sandra (Dogy) - unsere Skaterin der Woche - kam ebenfalls in ihrem 1. Marathon auf die hervorragende Zeit von 1:35,05 St.,
die gleiche Zeit liefen auch Susanne und Guide Manfred. Das regelm??ige Training hat sich doch bemerkbar gemacht.Ruth und Susann hatten
sich auch vorgenommen in ihrem ersten Marathonlauf unter 2 St. zu fahren was auch recht eindrucksvollgelang.
Susann fuhr 1:55,38 St. und Ruth 1:57,38 St. Ebenfalls unter 2 Std. blieb noch Ute mit 1:57,30 St.Unser Curl mu?te seinem Sturz gleich
zu Beginn des Rennens Tribut zollen und kam trotz gebrochenem Daumen noch auf eine Zeit von 2:03,04.

Am Abend war dann noch die legend?re Skaterparty im AXel-Springerhaus angesagt.Hier konnte man sich noch bis zum fr?hen Morgen auf der
Tanzfl?che austoben was auch mit gebrochenem Daumen kein Problem war.Die einen oder anderen Nachtschw?rmer kamen dann wahrscheinlich
gerade noch vor dem Fr?hst?ck nach Hause.

Am Sonntag waren dann die L?ufer (ohne Skates) gefordert. Martin, der ja am Samstag schon den Skate-Marathon bestritten hatte,
wagte also hier einen Doppelstart!!!! Kr?ftig unterst?tzt und motivierend durch die Skate-X-Pressler sachaffte Martin auf der
Marathon-Distanz eine Zeit von 3:28,25 St. Als Belohnung durfte er dann anschlie?end gesch?ftlich gleich nach Tokio!! (10-12 St.)
fliegen.Nochmals Gratulation zu dieser tollen Leistung als Doppelstarter.Am Sp?tnachmittag und am Abend ging es dann wieder mit dem
Flieger nach Hause.

Fazit: Ein rundum gelungenes Wochenende und - BERLIN 2007 - wir kommen
wieder.

F?r den Skate-X-Press - KAMIKAZE (Follow me-if you can).

Alle Ergebnisse:

Timo Reik 1:12,23 Stunden
Tobias Hartl 1:28,39 "
Holger Fissler 1:28,40 "
J?rgen Klenk 1:31,58 "
Martin Bobert 1:34,59 " Doppelstart Marathon Lauf 3:28,25 Stunden
Sandra Carus 1:35,05 "
Susanne Herrmann 1:35,05 "
Manfred Keller 1:35,05 "
Susann Gabriel 1:55,38 "
Ruth Kordels 1:57,38
Ute Roller 1:57,30 "
Raymond Lambert 2:03,04 "

Bericht von Manfred Keller,Inlinetreff Waiblingen


06.2006: 24h in Le Mans

2006_LeMansTeam.jpg 2006_LeMansZeitung.jpg
(Klick für Bild in Orginalgröße)


Inline-Skating - Ein Abenteuer der besonderen Art - 24 Stunden von Le Mans

Le Mans.Das ist Mythos pur, Tradition, Geschichte, Trag?dien und Legenden.

Vom 1.bis zum 2.Juli fand in Le Mans zum 7.Male das 24H Rollers statt - eine Skate-Veranstaltung ganz in Anlehnung an das legend?re
Autorennen. Vom Start in Str?mpfen mit den Skates auf der anderen Seite der Boxengasse bis hin zur Schaumweindusche bei der Siegerehrung.
6000 Skater (600 Mannschaften) sind im Circuit Bugatti angetreten, um nach 24 Stunden die Teams zu k?ren, die die meisten Runden gefahren
sind. Es gab auch 33 Einzelfahrer, die das ganze solo bew?ltigen wollten.

Mit dabei vom Inlinetreff Waiblingen (www.skate-x-press.de) waren 8 SkaterInnen. Bei den Staffelrennen bestehen Teams aus h?chstens
10 Skatern, die frei w?hlen, wieviel Runden (4,2Km) wer wann l?uft. wir haben 149 Runden gut 622 Km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit
von 26 km/h auf den Motodrom-Asphalt gebracht. Die Siegermannschaft aus Frankreich lief 201 Runden = 840 km.

Unser Eindruck in K?rze:
Nach der Skateparade durch die Vororte von Le Mans war um 13.30 Uhr die Sprintwertung zur Ermittlung der Startaufstellung angesagt.
Unser Timo erledigte die Aufgabe gegen die Profis mit Bravour imd erzielte einen sehr guten 80.Startplatz. F?r unser Team hatte Holger
dann die Ehre, den traditionellen "Le Mans Start" in Angriff nehmen zu d?rfen, will hei?en, die Skates liegen gem?? der in der
Sprinterwertung ermittelten Reihenfolge eines Sprinters jeden Team auf der in Fahrtrichtung gesehenen linken Seite.Die dazugeh?rigen
Besitzer, sprich Skater, stehen auf der rechten Seite. Sobald der Startschu? erfolgt ist, rennen alle Skater zu ihren Skates undziehen
sie so schnell wie m?glich an und rennen wie vom Teufel gehetzt das erste Mal den Dunlop-H?gel hoch.Wohl gemerkt, beim ersten Mal tut`s
hier noch nicht weh.Das Rennen hat begonnen. 24 h Sprintwertung pur. Jeder nimmt seine n?chste Runde so Ernst, als ob es die letzte w?re.
Jeder will eine gute Zeit zum Teamerfolg beisteuern. Keiner will der Langsamste sein. Ein Hauch des Mythos "Le Mans"weht durch die
Boxengasse. Bei 600 Teams und knapp 6000 Skater herrscht nicht nur in der Boxengasse sondern auch im kompletten Start- u. Zielbereich
ein emsiges Treiben. Rollen werden gewechselt, Lager gereinigt und neu ge?lt, Beine u. R?cken werden massiert, einige fahren auf
Standfahrr?der f?r die n?chste Runden warm, andere wiederum ruhen sich in mitgebrachten H?ngematten aus. Hektische Aktionen gibt es
jetzt nur noch dann, wenn ein Skater seinen Wechselpartner nicht findet.

Gegen Abend kommt immer mehr Routine ind die Wechselaktionen. Auch die ersten Anzeichen von M?digkeit reduzieren die Betriebsamkeit.
In der Nacht kommt dann eine ganz andere Atmosph?re in der nun belecuteten Rennstreckeauf. Eine eigent?mliche Ruhe hat sich auf die
Rennstrecke gelegt.Der Anstieg hoch zur in blau angestrahltenDunlop-Br?cke mit dem gelben Mond im Hintergrund gibt geradezu
surrealistisches Bild wieder.

Nach den ersten 8 Stunden in der immer komplett durchgewechselt wurde kam direkt die erste Nachtschicht (4 St.) f?r Timo,Tobi,Holger
und Manfred. Die Laufintervalle verk?rzten sich auf eine 1/2 St. und der Berg wurde auch nicht flacher. Bei Sonnenaufgang wurde die
Gruppe dann nach 12 st?ndigen skaten durch Petra, Susanne, Dagmar und Raymond, die sich 3 St. ausruhen konnten, abgel?st. Um 9 Uhr war
der Skate-X-Press wieder komplett in der Boxengasse um die letzten Stunden in Angriff zu nemen. Die Temperaturen n?herten sich wieder der
30 Grad und hatten am Mittag wieder 37 Grad erreicht im Schatten( nur es gab keinen). Die Trinkvorr?te gingen auch dem Ende zu (Verbrauch
ca. 120 ltr. Wasser). Das ersehnte Rennende r?ckte jedoch immer n?her. Die letzten Kraftreserven werden mobilisiert, die letzte eigene
Runde herbeigesehnt.

Die Rennatmosph?re steigert sich dann die letzten 10 Minuten dann nochmals. Die Boxengassen sind nun geschlossen, kein Wechsel ist mehr
erlaubt. Jedes Team schickt daher seinen schnellsten bzw. fittesten Sakter auf die Strecke.Zudem darf die letzte begonnene Runde vor
16 Uhr komplett durchgefahren werden und z?hlt dann noch f?r die Wertung. Alle Teammitglieder und Betreuer stehen auf der Boxenmauer
und treiben die Skater unter frenetischem Beifall in ihre letzte Runden. Die letzten 10 Sekunden des Rennen werden aus 6000 Kehlen
lautstark heruntergez?hlt. Endorphine breiten sich aus und lassen die Schmerzen und Qualen schnell vergessen.
Keiner der 8 Remst?ler hat die Teilnahme bereut. Wiederholungst?ter wird es mit Sicherheit wieder geben.

Bericht von Manfred Keller, Inlinetreff Waiblingen